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Analysen - Ausland
04.04.2003
Beko nicht empfehlenswert
Erste Bank

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Die Analysten der Erste Bank sind der Meinung, dass die Aktie von Beko (ISIN AT0000908603/ WKN 920503) nicht empfehlenswert ist.

Die in dieser Woche bekannt gegebenen Zahlen zum Geschäftsjahr 2002 hätten die negative Entwicklung im Umsatz und Ertrag deutlich gemacht. Bei einem um 25% schwächeren Umsatz von EUR 62,3 Mio. (2001: EUR 83,5 Mio.) habe sich ein abermals verschlechtertes EBIT von EUR -7,3 Mio. (2001: EUR -2,2 Mio.) eingestellt. Die negative Entwicklung sei einerseits auf die Ereignisse innerhalb der Beko, andererseits auf die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zurückzuführen.

Die Insolvenz der Pallas Software AG, der Sanierungsprozess der CLC AG als auch Kursverluste von anderen assoziierten Unternehmen hätten mit großen Wertberichtigungen belastet. Rücklagenbewegungen (EUR 13,8 Mio.) sowie der Gewinnvortrag aus 2001 (EUR 7,9 Mio.) hätten einen Bilanzgewinn von EUR 8,5 Mio. ermöglicht. Aufgrund der jüngsten Entwicklung plane der Vorstand seine Strategie neu auszurichten. Eine grundlegende Neustrukturierung und Konzentration des österreichischen IT-nahen Dienstleistungssektors solle aus der Branchenkrise führen.

Der Börsenwert von EUR 13,2 Mio. liege deutlich unter dem Wert der liquiden Mittel von EUR 19,2 Mio., das operative IT-Geschäft und die Beteiligungen gebe es quasi derzeit gratis dazu. Das sehe zwar sehr verlockend aus, doch die massenhaften Probleme, die sich Beko mit ihrer Strategie der Finanzbeteiligungen eingekauft habe, würden vom Kapitalmarkt - vorsichtig gesprochen - sehr kritisch gesehen. Es müsse befürchtet werden, dass die liquiden Mittel weiter zur Sanierung einiger Beteiligungsunternehmen verwendet würden.

Die Analysten der Erste Bank können derzeit den roten Faden in der Strategie noch nicht richtig erkennen und raten vorerst von einem Investment in die Beko-Aktie, trotz der optisch günstigen Einstiegsmöglichkeit, ab.



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