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Analysen - Nebenwerte
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25.01.2019
Wave XXL-Optionsscheine auf Borussia Dortmund: Ein schmaler Grat - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS69HR5/ WKN DS69HR) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS0B681/ WKN DS0B68) der Deutschen Bank auf die Borussia Dortmund-Aktie (ISIN DE0005493092/ WKN 549309) vor.
Borussia Dortmund sorge derzeit nicht nur sportlich für Furore. Auch an der Börse mache der BVB eine gute Figur. Zuletzt habe die BVB-Aktie trotz des turbulenten Börsenumfeldes zu einem beeindruckenden Anstieg angesetzt. Weitere sportliche Erfolge könnten für eine Fortsetzung des Höhenflugs des SDAX-Papiers sorgen. Allerdings gelte der Blick in die gar nicht so weit zurückliegende Vergangenheit als Warnung.
Drei Mal in der Geschichte der Fußball-Bundesliga habe sich Borussia Dortmund den Herbstmeistertitel gesichert. Jedes Mal, wenn der BVB nach Abschluss der Hinrunde die Tabelle angeführt habe, habe sich der Verein am Saisonende auch die Meisterschaft gesichert. Auch in der laufenden Saison 2018/19 habe Borussia Dortmund nach 17 Spieltagen ganz oben gestanden. Eine weitere Meisterschaft dürfte nicht nur bei Fans und den Verantwortlichen im Verein für großen Jubel sorgen, sondern auch an der Börse.
Wenn Anleger hierzulande daran denken, sich mithilfe von Aktien am Erfolg von Unternehmen zu beteiligen, denken sie nicht in erster Linie an Beteiligungen an Fußballvereinen, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Vereine wie der englische Spitzenclub Manchester United oder der italienische Erfolgsverein Juventus Turin würden jedoch beweisen, dass dies ein Fehler sein könne. Auch in Deutschland gebe es mit Borussia Dortmund einen Fußballverein, der zeige, dass Fußballvereine an der Börse eine gute Figur machen könnten. Allerdings sei die Auswahl für Interessierte auch nicht besonders groß. Borussia Dortmund sei immer noch der einzige börsennotierte Fußballverein Deutschlands. Zudem sei die rund achtzehnjährige Börsengeschichte des BVB auch von einigen Tiefen gekennzeichnet gewesen. Zeitweise habe der Verein vor der Pleite gestanden.
Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke habe die Sanierung der Finanzen angestoßen. Die Verpflichtung von Cheftrainer Jürgen Klopp im Juli 2008 habe den Verein in sportlicher Hinsicht zurück in die Erfolgsspur gebracht. In der aktuellen Saison sei es Trainer Lucien Favre, der der Mannschaft neuen Schwung verliehen habe. Die Aussicht auf die Deutsche Meisterschaft und ein gutes Abschneiden in der Champions League dürften für die BVB-Aktie weiteres Kurspotenzial bedeuten. Zudem profitiere der Verein immer wieder von hohen Transfereinnahmen. Am 2. Januar 2019 sei der Abgang des Spielers Christian Pulisic für 64,0 Mio. Euro zu Chelsea London vermeldet worden. Dies habe prompt dazu geführt, dass das Management die Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben habe.
Bei Borussia Dortmund würden weitere vielversprechende junge Spieler spielen, die in nicht allzu ferner Zukunft für ähnliche Summen den Verein verlassen könnten. Allerdings liege darin auch ein gewisses Risiko. Irgendwann werde es nicht mehr möglich sein, Abgänge wichtiger Spieler mit der Ausbildung von Talenten aufzufangen. Doch dieses Risiko müsse der Verein eingehen, da man nicht in der Lage sei, ähnlich hohe Transfererlöse wie die Konkurrenz zu zahlen.
In Deutschland habe man mit dem FC Bayern München einen fast übermächtigen Gegner. Nur wenn dieser schwächle, wie in dieser Saison, und der BVB eine überragende Runde erwische, habe Borussia Dortmund eine realistische Chance auf die Meisterschaft. Auf internationaler Ebene sei die Konkurrenz mit Vereinen wie Manchester City, FC Barcelona, Real Madrid oder Juventus Turin noch wesentlich zahlungskräftiger und damit in sportlicher Hinsicht noch weiter enteilt. Nicht umsonst sei im Fußball der Spruch, dass Geld Tore schieße, gebräuchlich. Fehlende Titel könnten auf lange Sicht auch das Anlegerinteresse an der BVB-Aktie erlahmen lassen. Noch scheine es jedoch nicht so weit zu sein.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Borussia Dortmund-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,36, der Basispreis bei 6,5161 Euro und die Barriere bei 7,20 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 4,03, Basispreis bei 11,3557 Euro und Barriere bei 10,20 Euro) auf fallende Kurse der Borussia Dortmund-Aktie setzen. (Stand vom 24.01.2019) (25.01.2019/oc/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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