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Analysen - Ausland
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24.03.2003
ImClone akkumulieren
sunday-biotech
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www.optionsscheinecheck.de
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Dem spekulativ ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten von "sunday-biotech" die Aktien von ImClone Systems (ISIN US45245W1099/ WKN 883074) zum Einstieg.
Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 1,2 Milliarden US-Dollar habe sich der Wert von ImClone innerhalb der letzten sechs Monate mehr als verdoppelt. Offensichtlich mit einigem Erfolg gewinne ImClone das Vertrauen der Anleger, der Gesundheitsorganisationen und der FDA zurück. Mit einer Zulassung von Erbitux, dem am weitesten fortgeschrittenen Präparat aus der Pipeline von ImClone, könnte sogar an die großen Hoffnungen vor dem 30. Dezember 2001 angeknüpft werden. An dem Tag habe die FDA den ersten Zulassungsantrag auf Grund unvollständiger Daten abgelehnt und die Aktie sei auf eine dramatische Talfahrt gegangen.
Erbitux gehöre zu einer neuen Klasse von zielgerichteten Medikamenten ("targeted drugs"), den sogen. EGF-Rezeptor-Blockern. Erbitux verlangsame das Tumorwachstum, eine Heilung scheine allerdings nicht möglich. Ein Problem der "targeted drugs sei jedoch, dass sie oft nur bei einem kleinen Prozentsatz der Patienten wirken würden. Die FDA bestehe daher auf sehr gründliche und weitreichende klinischen Studien.
Doch es würden sich die Signale mehren, dass Erbitux die klinischen Tests bestehen könnte. So halte der deutsche Partner, Merck KgaA, der seine eigenen klinischen Tests für die europäische Zulassung durchführe, an seinem Zeitplan fest. Die Zulassung solle in der ersten Hälfte 2003 eingereicht werden. Inzwischen sei die europäische Studie abgeschlossen worden und Merck dürfte Kenntnis der ersten Auswertungen haben. Die endgültigen Ergebnisse sollten jedoch erst auf dem ASCO-Meeting, das am 1. Mai bis 3. Juni in Chicago stattfinde, vorgelegt werden.
Auch der amerikanische Partner Bristol-Myers gebe nicht auf und habe Anfang März eine weitere Meilensteinzahlung von 60 Millionen US-Dollar an ImClone gezahlt. Firmenchef Harlan Waksal habe weiterhin die FDA davon überzeugen können, das Medikament an unheilbare Patienten abzugeben, die nicht an den klinischen Tests beteiligt seien. Ein Schritt, der Vertrauen der FDA in das Mittel voraussetze.
Vieles werde von den Ergebnissen der verschiedenen klinischen Test abhängen, die an Patienten mit Darm-, Kopf- oder Halstumoren durchgeführt worden seien. Seien sie erfolgreich, könnte eine Vermarktung in 2004 beginnen. Die Aussicht auf eine Zulassung gebe dem Unternehmen einen deutlichen Auftrieb. Allerdings sei die Aktie in den letzten Wochen bereits gut gelaufen, so dass dem Spielraum nach oben Grenzen gesetzt seien. Spekulative Anleger könnten sich einige Stücke ins Depot holen und nach den hoffentlich positiven Beiträgen auf dem ASCO-Meeting Anfang Juni auch mal an Gewinnmitnahmen denken.
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