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Analysen - Nebenwerte
16.08.2018
Turbo auf Grammer: Die Spekulation auf eine Anhebung der Grammer-Offerte ist vorbei - Optionsscheineanalyse
ZertifikateJournal

www.optionsscheinecheck.de

Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Turbo (ISIN DE000TR2WML9/ WKN TR2WML) von HSBC Trinkaus & Burkhardt auf die Aktie von Grammer (ISIN DE0005895403/ WKN 589540) vor.

Ende Mai habe der chinesische Grammer-Großaktionär Ningbo Jifeng eine Offerte zur Komplettübernahme des Autozulieferers vorgelegt. Auf Basis des Übernahmeangebots von 60 Euro je Aktie plus der inzwischen ausgezahlten Dividende von 1,25 Euro je Anteilschein sei Grammer mit knapp 772 Mio. Euro bewertet worden. In den Tagen nach der Meldung seien Spekulationen in Gang gekommen, wonach der zweite Grammer-Großaktionär, die Familie Hastor, einen höheren Preis für seine 19-prozentige Beteiligung herausschlagen wolle: Die Hastors hätten das Angebot als zu niedrig abgelehnt, den fairen Wert auf "mindestens 85 Euro" taxiert und angekündigt, einen Ausbau ihrer Beteiligung zu prüfen.

Daher habe auch das ZJ erstmals in Ausgabe 22/2018 auf eine Aufstockung der Offerte gesetzt und zum Einstieg in einen Turbo von HSBC geraten. Allerdings sei die Spekulation nicht aufgegangen. Nach Ablauf der Übernahmefrist hätten sich die Chinesen rund 74 Prozent der Anteile sichern können. Darin enthalten seien auch fast alle Hastor-Anteile, da sich der Großaktionär am Ende doch noch zum Verkauf an Ningbo Jifeng entschieden habe.

Analysten sähen die neuen Entwicklungen positiv: Die Investmentbank Oddo BHF habe Grammer von "neutral" auf "buy" heraufgestuft und das Kursziel zudem von 58 auf 71 Euro angehoben. Autohersteller, die sich wegen schlechter Erfahrungen mit den Hastors mit Aufträgen an den Zulieferer zurückgehalten hätten, dürften nun wieder mehr bestellen. Darüber hinaus würden die Experten auch mit einer steigenden Profitabilität rechnen.

Wer also noch Geduld habe, könne die Turbos weiter halten. Kurzfristig orientierte Anleger hingegen sollten sich von ihren Positionen trennen (WKN TR2WML), so die Experten vom "ZertifikateJournal". (Ausgabe 32/2018) (16.08.2018/oc/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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