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Analysen - Ausland
14.03.2003
Semperit kaufen
Erste Bank

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Die Analysten des österreichischen Finanzinstituts Erste Bank sprechen für die Aktie der Semperit AG (WKN 870378) weiterhin eine Kaufempfehlung aus.

Letzten Freitag habe der Konzern vorläufige Zahlen vorgelegt. Der Umsatz habe mit 451,3 Mio. Euro leicht über der Schätzung der Analysten von 447,6 Mio. Euro gelegen und entspreche einer Umsatzsteigerung von 10,3% im Vergleich zum Vorjahr. Das EGT habe das Researchteam positiv überrascht mit 41,6 Mio. Euro und habe mit circa 3% über deren Schätzung von 40,4 Mio. Euro gelegen.

Die EGT-Marge habe folglich mit 9,2% nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 9,4% gelegen. Der vom Researchteam prognostizierte Margendruck sei also ein weiteres Mal trotz der eklatant gestiegenen Rohstoffpreise, der widrigen Wechselkursentwicklung und des anhaltenden Preiskampfes auf zum Teil gesättigten Märkten eindrucksvoll abgefedert worden.

Die Materialtangente sei zwar erwartungsgemäß höher als im Vorjahr gewesen, die Personaltangente habe Semperit jedoch ein weiteres Jahr senken können und konterkarierte somit größtenteils den negativen Effekt der gestiegenen Materialkosten.

Die globale Aufstellung des Unternehmens gewähre auch eine gewisse Flexibilität, um auf verschiedenen Einkaufsmärkten zu operieren. Ferner werde die Expansionsstrategie weiterhin konservativ und ungebrochen fortgesetzt. Im ersten Halbjahr sei die Errichtung einer Vertriebsgesellschaft in Singapur geplant, im zweiten Halbjahr gar eine weitere Akquisition in China im Bereich SemperMed oder SemperFlex. Das Unternehmen verfüge über ein komfortables Cash-Polster und über eine äußerst solide Bilanz.

Das Management habe den positiven Ausblick für das Jahr 2003 bestätigt und sich zuversichtlich gezeigt, ein weiteres Rekordjahr zu erreichen. Was die Ergebnisdynamik betreffe, sei das Researchteam nach wie vor sehr konservativ mit den Schätzungen. Jedoch gingen die Analysten dennoch von steigenden Gewinnschätzungen je Aktie für deren Prognoseperiode 2002-2004 aus, da Semperit einerseits in preissensitiven und gesättigten Märkten operiere und andererseits in Bereichen, die stärker vom Konjunkturzyklus betroffen seien.

Auf Basis von Enterprise Value Multiplikatoren sei das Unternehmen signifikant unterbewertet, was aber auch zum Teil darauf zurückgeführt werden könne, dass Semperit in der Prognoseperiode als einziges Unternehmen Net Cash positiv sei.

Auf Basis der Peer-Group Multiplikatoren errechne sich ein impliziter fairer Wert von 16,50 Euro. Aufgrund der geringen Liquidität und des mangelnden Ausblicks berücksichtige das Researchteam einen Abschlag von 10% und erreiche somit das Kursziel von 15 Euro.

Aufgrund der in Aussicht gestellten höheren Dividende, der Unterbewertung und der Übernahmefantasie bestätigen die Analysten von Erste Bank ihre Kauf-Empfehlung für die Aktien von Semperit.



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