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Analysen - Ausland
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29.06.2018
Wave XXL-Optionsscheine auf Nintendo: Das Salz in der Suppe - Optionsscheineanalyse
X-markets by Deutsche Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DM4CP17/ WKN DS0BB6) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS0BBH5/ WKN DS0BBH) der Deutschen Bank auf die Aktie von Nintendo (ISIN JP3756600007/ WKN 864009) vor.
Seit Jahren tobe zwischen den Videospielekonsolenherstellern Microsoft (Xbox One), Sony (Play Station) und Nintendo (Switch) ein erbitterter Kampf um die Gunst der Gamer-Gemeinde. Dem japanischen Traditionskonzern Nintendo sei dabei immer eine sehr spezielle Rolle zugekommen. Auch heute noch.
Nintendo sorge seit vielen Jahren mit innovativen Spielekonzepten für Begeisterung. Allerdings hätten sich Erfolge und Misserfolge zuletzt regelmäßig abgewechselt. Die Nintendo-Spiele seien in der Vergangenheit häufig als zu kindisch abgetan worden, was es schwieriger gemacht habe, diese an zahlungskräftige Erwachsene zu verkaufen. Zudem würden die Japaner gerne einen Sonderweg gehen, was es unabhängigen Spieleentwicklern nicht immer leicht gemacht habe, passende Spiele für die Nintendo-Konsolen zu entwickeln. So sei das mangelnde Spieleangebot ein Grund gewesen, warum einige Konsolen gefloppt hätten.
Große Erfolge habe Nintendo zuletzt mit der Wii oder dem Handheld-Gerät Nintendo DS gefeiert. Deutlich schlechter sei es dagegen mit der Wii U, dem Nintendo Game Cube oder dem Nintendo 64 gelaufen. Positiv ins Gespräch gebracht habe sich Nintendo zuletzt wieder mit der Nintendo Switch. Bis zum 31. März 2018 (Verkaufsstart: 3. März 2017) seien laut Nintendo-Angaben vom 26. April 2018 knapp 18 Millionen Einheiten der neuesten Konsole aus dem Hause Nintendo verkauft worden. Für das laufende Geschäftsjahr (Ende März 2019) rechne der Konzern mit einem Absatz von weiteren 20 Millionen Einheiten.
Die Erfolge der Switch-Konsole hätten sich auch in den jüngsten Geschäftszahlen positiv bemerkbar gemacht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe der operative Gewinn bei knapp 178 Mrd. Yen (umgerechnet 1,4 Mrd. Euro) gelegen. Damit sei der Vorjahreswert in etwa versechsfacht worden. Unter dem Strich sei ein Nettogewinn von 140 Mrd. Yen übrig geblieben, nach 103 Mrd. Yen im Vorjahr. Zudem seien die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr optimistisch. Die Umsätze sollten um knapp 14 Prozent zulegen. Auch die Ergebnisse sollten weiter kräftig ansteigen.
Angesichts der Bedeutung der Switch-Konsole für Nintendo seien Spiele-Fans und Anleger gespannt gewesen, welche Neuheiten das Unternehmen auf der diesjährigen Spiele-Messe E3 (12. bis 14. Juni) in Los Angeles, Kalifornien präsentieren würde. Abgesehen von dem potenziellen Hit-Prügelspiel "Super Smash Bros. Ultimate" sei Nintendo jedoch blass geblieben. Ein Grund, warum die zuvor bereits unter Druck geratene Nintendo-Aktie ihre Schwächeperiode fortgesetzt habe. Diese Schwächeperiode halte seit Anfang 2018 an. Damit sei eine rund anderthalbjährige Kursrally beendet worden. Diese sei wiederum in Gang gesetzt worden, als Nintendo Mitte 2016 das kostenlose Online-Spiel "Pokemon Go" auf den Markt gebracht habe. Dieser Erfolg habe Nintendo klargemacht, dass man sich nicht mehr nur auf den Konsolenmarkt konzentrieren dürfe. Stattdessen sei das Potenzial einfacher Online-Spiele deutlich geworden. Es bleibe jedoch fraglich, ob Nintendo dieses nutzen könne.
Schließlich könnten beliebte Online-Spiele heutzutage relativ einfach auf den Markt geworfen werden, was den Konkurrenzdruck ungemein erhöhe. Außerdem müssten Anleger immer wieder damit rechnen, dass Nintendo neben erfolgreichen Konsolen wie Switch auch Ladenhüter wie die Wii U produziere. Der gesamte Konzern gerate so ins Schlingern, da die Entwicklung solcher Konsolen enorme Ressourcen verschlinge und man quasi gezwungen sei, Verkaufserfolge zu produzieren.
Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Nintendo-Aktie erwarten würden, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 05.12.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 9,39. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 11,67; Laufzeit bis zum 05.12.2018) auf fallende Kurse der Nintendo-Aktie setzen. (Stand vom 28.06.2018) (29.06.2018/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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