|
Analysen - Nebenwerte
|
22.03.2018
Turbo-Optionsschein auf Grammer: Vorsichtige Long-Positionen erlaubt - Optionsscheineanalyse
boerse-daily.de
|
www.optionsscheinecheck.de
|
Lauda-Königshofen (www.optionsscheinecheck.de) - Maciej Gaj von "boerse-daily.de" stellt in seiner aktuellen Veröffentlichung einen Turbo-Optionsschein (ISIN DE000DD3ASF6/ WKN DD3ASF) von der DZ BANK auf die Grammer-Aktie (ISIN DE0005895403/ WKN 589540) vor.
Der Spezialist für Entwicklung und Herstellung von Komponenten und Systemen für Pkw-Innenausstattungen habe am Mittwoch Zahlen vorgelegt und noch nie da gewesene Geschäftszahlen vorgelegt. Die Aktie habe entsprechend positiv reagiert und habe in einer ersten Reaktion um etwas mehr als 4 Prozent zugelegt, doch noch sei der Deckel drauf.
Der Umsatz sei auf einen Rekordwert von 1,79 Mrd. Euro (Vj. 1,69 Mrd. Euro) gestiegen. Dabei habe sich auch das operative Ergebnis des Konzerns (EBIT) um 18 Prozent auf 80,2 Mio. Euro (Vj. 68,1 Mio. Euro) verbessert. Trotz Sonderbelastungen in 2017 werde eine Dividendenzahlung von 1,25 Euro je Anteilsschein vorgeschlagen. Für das laufende Geschäftsjahr 2018 erwarte Grammer ein weiterhin herausforderndes konjunkturelles Umfeld mit unterschiedlichen Entwicklungen in den relevanten Märkten. Der Automotive-Zulieferer erwarte ein Umsatzwachstum auf 1,85 Mrd. Euro sowie eine weitere Verbesserung der operativen Profitabilität über dem Niveau des Vorjahres.
Technisch allerdings präsentiere sich die Aktie seit September 2016 in einer äußerst groben Seitwärtskonsolidierung zwischen 40,00 und grob 60,00 Euro. Auf der Oberseite begrenze darüber hinaus eine abfallende Trendlinie das Kursgeschehen, auf der Unterseite stütze seit Sommer letzten Jahres hingegen ein Aufwärtstrend die Notierungen des Wertpapiers. Trotz der positiven Resonanz der Investoren müssten noch einige Hürden aus dem Weg geräumt werden, ehe die Aktie von Grammer ein größeres Kaufsignal aufstellen könne. Die Chancen hierfür würden jedoch als sehr günstig erachtet.
Kaufsignale auf Sicht von nur wenigen Tagen würden erst oberhalb der aktuellen Tageshochs von 51,50 Euro auftreten und das Papier zunächst an die obere Trendkanalbegrenzung um 52,80 Euro aufwärts führen. Aber erst ein Ausbruch mindestens über das Niveau von 53,00 Euro könne für eine fortgesetzte Kursbewegung an die Januarhochs von 55,10 Euro und ggf. noch an die Oktoberhochs von 56,69 Euro reichen. Für diesen Fall könnten Anleger beispielshalber auf den Turbo-Optionsschein zurückgreifen und aus dem Stand heraus einer Rendite von 169 Prozent erzielen. Die Verlustbegrenzung sollte sich aber noch etwas unterhalb der letzten Verlaufstiefs von 47,04 Euro aufhalten. Ein Kursrutsch unter die Horizontalunterstützung von rund 45,00 Euro berge hingegen die Gefahr eines Kursabschlags auf die Augusttiefs aus 2017 bei 40,47 Euro.
Bis zur oberen Trendkanalbegrenzung sollten zunächst nur spekulativ orientierte Investoren Long-Positionen eingehen, größere Kaufsignale seien erst oberhalb von 53,00 Euro zu erwarten. Dann dürfte sich der Kaufimpuls auf das Niveau von 56,69 Euro ausdehnen und erlaube des beispielshalber über den Turbo Call-Optionsschein relativ gefahrlos ein Long-Investment einzugehen. Die mögliche Rendite aus dem Stand heraus betrage maximal 169 Prozent, der Stopp sollte noch unterhalb von 47,00 Euro angesetzt werden. (Ausgabe vom 21.03.2018) (22.03.2018/oc/a/nw)
|