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Analysen - Ausland
13.03.2003
Bristol-Myers Squibb Underperformer
ABN Amro

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Die Analysten von ABN Amro bleiben auf Grund der Korrektur der Geschäftszahlen für die Jahre 1999 bis 2002 bei ihrer Empfehlung "Underperformer" für Aktien des amerikanischen Pharmaunternehmens Bristol-Myers Squibb (WKN 850501).

Bristol-Myers Squibb habe Mitte März seine Zahlen der Jahre 1999 bis 2002 korrigieren müssen. Dies sei geschehen, nachdem die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung entdeckt habe, die zu einer deutlichen Reduktion der gemeldeten Umsatzzahlen geführt hätten.

Anleger hätten von der Präsentation dieser Zahlen erwartet, dass dadurch mehr Klarheit in die Geschäftsführung von Bristol-Myers Squibb gebracht würde. Diese notwendige Einsicht sei aber nach Ansicht der Analysten nicht ausreichend zum Ausdruck gekommen. Detaillierte Produktinformationen seien zwar in geringem Umfang weitergegeben worden, es fehle aber immer noch eine Aufteilung in Inlandsumsätze und Auslandsumsätze, und die Bilanzinformationen seien im Umfang nach wie vor sehr knapp.

Außerdem seien die Analysten der Ansicht, dass die Umsatzerwartungen des Unternehmens für die Jahre 2003 - 2004 eher optimistisch seien. In diesem Jahr verliere eine Anzahl von Medikamenten (wie z.B. das Blutdruckmittel Monopril) in Europa ihre Exklusivität. Und auch in den Jahren danach liefen einige Patente aus.

Die Börsenbewertung der Aktie von Bristol-Myers Squibb sei zwar im Vergleich zur Konkurrenz relativ niedrig, dies sei aber zurecht so. Die Aktie habe ein ziemlich hohes Risikoprofil und wenig attraktive Wachstumsaussichten. Auch die in Entwicklung befindlichen Produkte versprächen nur relativ niedrige Margen. Durch die Zunahme des Anteils generischer Medikamente bleibe das Wachstum des Gewinns/Aktie verwundbar.

Die Analysten von ABN Amro sehen die Aktie von Bristol-Myers Squibb daher weiter als Underperformer.



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