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Analysen - Ausland
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07.03.2003
Mayr-Melnhof ein Kauf
Erste Bank
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Nach Ansicht der Analysten der Erste Bank ist die Aktie von Mayr-Melnhof (WKN 890447) ein Kauf.
Das österreichische Traditionsunternehmen habe diese Woche ein weiteres Rekordergebnis bekannt gegeben. Im Geschäftsjahr 2002 habe der Konzernumsatz, infolge eines deutlich gesteigerten Absatzvolumens und Akquisitionen, um 12,7% auf 1.266 Mio. Euro verbessert werden können, wobei zwei Drittel des Zuwachses aus Unternehmenskäufen resultieren würden. Das EBIT habe um 12,3% auf 135 Mio. Euro zulegen können.
Die Ertragsverbesserung sei überwiegend auf Markterfolge und Kostensenkungsprogramme im Faltschachtelbereich sowie auf eine höhere Absatzmenge bei Karton zurückzuführen. Zu Jahresmitte 2002, welche von konjunktureller Unsicherheit und Preiserhöhungen geprägt gewesen sei, habe sich das Halten der Kartonpreise sowie das Anpassen der Kapazität an die Nachfrage durch gezielte Maschinenstillstände, als erfolgreiche Strategie erwiesen.
In der zweiten Jahreshälfte habe mit 93% eine deutlich höhere Auslastung in der Kartondivision erreicht werden können als im Vorjahr (89%). Das Faltschachtelgeschäft habe sich trotz spürbarer Kaufzurückhaltung in den wichtigen Märkten als robust erwiesen und habe durch Kostensenkungsmaßnahem ein verbessertes Ergebnis erzielen können.
Im vierten Quartal sei bei einem auf 326 Mio. Euro (4. Quartal 01: 276 Mio. Euro) gesteigerten Umsatz ein deutlich besseres EBIT von 30 Mio. Euro (4. Quartal 01: 21 Mio. Euro) erwirtschaftet worden. Der Rückgang gegenüber dem 3. Quartal 02 mit 37 Mio. Euro sei auf eine saisonal bedingt niedrigere Auslastung zurückzuführen, da im 4. Quartal traditionell Maschinen für Wartungszwecke stillstünden.
Das sinkende Konsumentenvertrauen in Westeuropa lasse Kunden der Kartondivision weiterhin kurzfristig disponieren. Das schwache Umfeld könnte einen Preisdruck verursachen, wobei das Ziel von Mayr-Melnhof unverändert bestehe, die Kartonpreise in Europa durch Rücknahme der Kapazitäten stabil zu halten. Weiter werde das Kostensenkungs- und Rationalisierungsprogramm fortgesetzt. Die Kartondivision habe sich per Ende Februar mit einem Auftragsstand von 60.000 Tonnen unverändert auf niedrigem Niveau gezeigt. Ebenso verhalten zeige sich die Entwicklung in der Packagingdivision. Eine erste Einschätzung für das laufende Geschäftsjahr 2003 werde das Management mit Ende des ersten Quartals geben.
Die Analysten der Erste Bank empfehlen die Mayr-Melnhof-Aktie zum Kauf.
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