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Analysen - Ausland
07.03.2003
Lenzing bestes Firmenergebnis
Erste Bank

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Den Analysten der Erste Bank zufolge wird die optisch attraktive Bewertung der Lenzin-Aktie (WKN 852927) durch die sehr geringe Liquidität der Aktie und der Notiz in der zweiten Reihe (Standard Market) getrübt.

Der österreichische Faserproduzent habe diese Woche Geschäftszahlen für 2002 veröffentlicht, das beste Ergebnis der Firmengeschichte. Gemäß vorläufigen Zahlen sei bei einem auf 625,5 Mio. Euro (622,7 Mio. Euro) gesteigerten Umsatz ein EBIT von 78,4 Mio. Euro (64,6 Mio. Euro) erzielt worden. Der vorläufige Gewinn je Aktie belaufe sich somit auf 13,37 Euro (12,39), wobei eine auf 4,0 Euro (1,46) erhöhte Dividende vorschlagen werde.

2002 sei die Gesamtkapazität um 10% auf rund 360.000 Tonnen gesteigert worden. Der Ausbau der Faserkapazitäten von derzeit 200.000 auf 240.000 Tonnen bis Ende 2003 solle eine neuerliche Verbesserung der Kostenstruktur ermöglichen. Nachdem es bereits im Jahr 2001 zu einem markanten Rückgang im Viskosefaserbereich gekommen sei, habe dieser Bereich 2002 abermals stagniert. Eine Erhöhung der Nachfrage habe hingegen in den Bereichen Spezialfasern und Nonwovens verzeichnet werden können.

Erfolgreich sei der gezielte Marktaufbau in Asien zu sehen, der zweistellige Zuwachsraten verzeichne und bereits über 38% vom Gesamtabsatz ausmache. Europa trage über 43% und die USA knapp 12% zum Gesamtabsatz bei. Die Geschäftsfelder Technik, Papier und Kunststoff hätten sich ungeachtet eines schwierigen Marktumfeldes ebenso erfreulich entwickeln können. Die endgültigen Zahlen würden im Mai vorgelegt.

Die optisch attraktive Bewertung von 2,5x EV/EBITDA und 6,7x KGV 2002vl. (selbst nach dem starken Kursanstieg von 72 Euro auf 92 Euro seit November) wird aber durch die sehr geringe Liquidität der Lenzing-Aktie und der Notiz in der zweiten Reihe (Standard Market) getrübt, so die Analysten der Erste Bank.



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