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Analysen - Nebenwerte
30.11.2017
Endlos Turbo Long 22,285 open end auf Wacker Neuson: GEX-Mitglied auf Abruf - Optionsscheineanalyse
DZ BANK

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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt als Alternative zum Direktinvestment in die Aktie von Wacker Neuson (ISIN DE000WACK012/ WKN WACK01) einen Endlos Turbo Long 22,285 open end (ISIN DE000DD1K737/ WKN DD1K73) mit dem Basiswert Wacker Neuson vor.

Am deutschen Aktienmarkt hätten im bisherigen Jahresverlauf ganz klar die Bullen das Geschehen geprägt. DAX, MDAX, SDAX und insbesondere der TecDAX hätten kräftige Kursgewinne verzeichnet und seien in neue, noch nie dagewesene Höhen vorgestoßen. Noch positiver als diese besonders im Rampenlicht stehenden Indices habe sich allerdings der GEX entwickelt.

Die Fakten sprächen für sich: Der Mittelstand sei das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Mehr als 99% der hiesigen Firmen seien Mittelständler, wie aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgehe. Zu den Stärken mittelständischer Unternehmen zähle man eine hohe Innovationsorientierung, erfolgreich besetzte Nischen sowie über viele Jahre gewachsene und stabile Beziehungen zu Lieferanten, Abnehmern und Geldgebern. Meist seien die Gesellschaften zudem in ihren Heimatregionen fest verankert und damit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Aber nicht nur regional sei der Stellenwert des deutschen Mittelstands sehr groß. Er sei auch bundesweit ein wichtiger Bestandteil des Wirtschaftsgefüges. Beispielsweise seien fast 61% der in den mehr als 2,4 Mio. deutschen Unternehmen Beschäftigten bei Mittelständlern angestellt.

Zum Mittelstand würden dabei nur die so genannten kleinen und mittleren Unternehmen gezählt, die gemäß der EU-Empfehlung maximal 249 Beschäftigte hätten und Umsätze von maximal 50 Mio. Euro erwirtschaften würden. Mittelständler könnten aber nicht nur anhand von quantitativen Merkmalen definiert werden. Eine andere Herangehensweise bestehe darin, auch qualitative Merkmale wie beispielsweise die Eigentumsverhältnisse mit einzubeziehen. Unabhängig von der Firmengröße könnten demnach auch die Unternehmen zum Mittelstand gezählt werden, die inhabergeführt seien, d.h. wo die Geschäftsführung und deren Familien Hauptanteilseigner seien und damit auch das unternehmerische Risiko tragen würden. Diese Familienunternehmen würden sich in der Regel durch langfristig angelegte und auf einen nachhaltigen Unternehmenserfolg abzielende Firmenstrategien auszeichnen. Einige dieser inhabergeführten Gesellschaften seien börsennotiert und damit investierbar.

Eigens für diese Firmenpapiere sei im Jahr 2005 ein Index kreiert worden, der German Entrepreneurial Index, kurz GEX. Er umfasse sämtliche Aktien der im Prime Standard der Deutschen Börse gelisteten Firmen mit Sitz in Deutschland und einer hohen Eigentümerdominanz. Vorstände, Aufsichtsratsmitglieder oder deren Familien müssten demnach zwischen 25% und 75% der Stimmrechte besitzen. Ein weiteres Kriterium, um in den Index aufgenommen zu werden, sei eine relativ kurze Kapitalmarktpräsenz. Konkret bedeute dies, dass die Aktien der entsprechenden Unternehmen nicht länger als zehn Jahre an der Börse gelistet sein dürften. Der Index solle damit einen Vergleich mit den noch nicht an der Börse notierten anderen Familienunternehmen ermöglichen.

Beim GEX handle es sich um einen kapitalgewichteten Index. Für die Gewichtung der einzelnen Indexmitglieder spiele somit der jeweilige Anteil an der gesamten Kapitalisierung der im Index enthaltenen Werte eine Rolle. Berücksichtigt werde dabei nur der Streubesitz. Das maximale Gewicht einer Aktie sei auf 10% begrenzt. Es werde bei den regelmäßigen, vierteljährlichen Überprüfungen gegebenenfalls entsprechend angepasst. Der GEX sei zudem ein so genannter All Share Index und umfasse damit sämtliche Werte, die die Aufnahmekriterien erfüllen würden. Die genaue Zahl der Indexmitglieder sei somit nicht fest definiert. Aktuell umfasse das Kursbarometer 18 Einzelwerte. Einer von ihnen sei Wacker Neuson.

Das Unternehmen sei spezialisiert auf die Produktion von Baugeräten und Kompaktmaschinen. Adressiert seien die Erzeugnisse an Profi-Anwender in der Bauwirtschaft, dem Garten- und Landschaftsbau, der Landwirtschaft sowie an Kommunen und Unternehmen aus der Industrie wie beispielsweise dem Recyclingbereich. Vertrieben würden die Produkte weltweit. Produziert werde in Deutschland, Österreich, den USA, den Philippinen, Serbien und Brasilien. Hauptanteilseigner des Konzerns seien die Familien Wacker und Neunteufel mit 33% bzw. 30%. Damit erfülle das Unternehmen ein Kernkriterium für die Mitgliedschaft im GEX. Allerdings habe die Aktie im Mai dieses Jahres ihr zehnjähriges Börsenjubiläum gefeiert.

Bei der nächsten planmäßigen Überprüfung der GEX-Zusammensetzung, im März 2018, werde das Papier daher ein anderes Kernkriterium nicht mehr erfüllen und somit zum darauf folgenden nächsten Verkettungstermin den Index verlassen. Auf den Aktienkurs dürfte dies nach Einschätzung des DZ BANK-Derivate-Teams aber keine Auswirkungen haben. Im Gegensatz zu Indices wie DAX, MDAX oder SDAX gebe es bei GEX-Änderungen keinen großen Bedarf von Fondsgesellschaften, ihre entsprechenden Positionierungen anzupassen, weil es auf den GEX keine Fonds gebe.

Mit Wacker Neuson werde das aktuelle Schwergewicht den Index verlassen. Das große Gewicht von derzeit fast 13% komme nicht von ungefähr. Die Aktie gehöre im bisherigen Jahresverlauf zu den Top-Performern im GEX. Im SDAX, in dem der Titel ebenfalls enthalten sei, führe sie sogar die Gewinnerliste an. Aus dem charttechnischen Blickwinkel sieht das DZ BANK-Derivate-Team seit dem Zwischentief von Anfang November 2016 einen sehr dynamischen Aufwärtsimpuls bei der Aktie. Dieser sei zwar im Mai/Juni von einer scharfen und deutlichen Korrektur unterbrochen worden, habe danach aber wieder aufgenommen werden können. Vorläufiger Höhepunkt sei das in der vergangenen Woche markierte Hoch von 29,62 Euro gewesen. Damit habe der Kurs beinahe das Allzeithoch von 29,76 Euro erreicht, das noch von Juli 2007 stamme und kurze Zeit nach der Aufnahme der Börsennotierung markiert worden sei.

Mit dem Erreichen des Hochs von 29,62 Euro habe der Kurs zwischenzeitlich das obere Bollinger-Band überschritten, sei dann jedoch schnell wieder darunter zurückgefallen. Zum Start in die neue Börsenwoche sei das mittlere Bollinger-Band verletzt worden. Damit könnte es womöglich noch einmal zu einem Test des unteren Bollinger-Bandes (aktuell 27,19 Euro) kommen. Das würde nach Ansicht des DZ BANK-Derivate-Teams aber nichts an dem übergeordneten Gesamtbild ändern, das von einem intakten langfristigen Aufwärtstrend gekennzeichnet ist. Der aktuelle Rücksetzer stellt unserer Ansicht nach somit eine Gelegenheit dar, sich trendfolgend auf der Long-Seite zu positionieren, so das DZ BANK-Derivate-Team. Ein erstes mittel- bis langfristiges Kursziel sehe man aus charttechnischer Sicht im Bereich von 32,75 Euro. Unsere bullische Erwartungshaltung wird jedoch obsolet, wenn die Unterstützungszone bei 26,45 bis 25,52 Euro unterschritten wird, so das DZ BANK-Derivate-Team. Daher sollte spätestens knapp unter 25,52 Euro ein Stopp-Loss gesetzt werden.

Mit einem Hebelzertifikat könnten Anleger überproportional an der Kursentwicklung des jeweiligen Basiswertes partizipieren. So vollziehe z.B. ein Endlos Turbo Long auf Wacker Neuson die positive, aber auch die negative Kursentwicklung der Aktie gehebelt nach. Werde die Knock-out-Schwelle (aktuell bei 22,284 Euro) berührt, verfalle das Zertifikat jedoch wertlos. (Stand vom 29.11.2017) (30.11.2017/oc/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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