Logo
Analysen - Ausland
20.02.2003
Wyeth spekulativer Kauf
ING BHF-BANK

www.optionsscheinecheck.de

Dem spekulativ ausgerichteten Anleger empfehlen derzeit die Analysten der ING BHF-BANK die Aktien von Wyeth (WKN 850229) zum Kauf.

Die von Wyeth vorgelegten Ergebnisse für das vierte Quartal 2002 hätten die in sie gesetzten Erwartungen übertroffen. Dank der Umsatzzuwächse im Bereich Verschreibungspflichtiger Pharmazeutika (plus acht Prozent auf 3,0 Milliarden US-Dollar) seien die Erlöse auf der Konzernebene um vier Prozent auf 3,8 Milliarden US-Dollar gesteigert worden. Damit seien die rückläufigen Umsatzerlöse in den Sparten Animal Health Products (minus 22 Prozent auf 170 Millionen US-Dollar) und Consumer Healthcare (minus sechs Prozent auf 611 Millionen US-Dollar) mehr als kompensiert worden.

Erfreuliche Absatzsteigerungen seien erneut beim Magen-Darm-Präparat Protonix (plus 168 Prozent auf 287 Millionen US-Dollar) und dem Antidepressivum Effexor (plus 25 Prozent auf 597 Millionen US-Dollar) verzeichnet worden. Positiv beurteile die ING BHF-BANK außerdem die Tatsache, dass sich der Absatzrückgang bei den Hormonersatztherapeutika nach den negativen Ergebnissen einer Langzeitstudie weiter verlangsamt habe (viertes Quartal: minus 21 Prozent / drittes Quartal: minus 28 Prozent). Wichtiger als der berichtete Gewinnanstieg für das vierte Quartal (plus fünf Prozent auf 0,65 US-Dollar je Aktie) sei der von dem Unternehmen gegebene Ausblick.

Danach rechne Wyeth beim Gewinn mit einem Zuwachs von acht bis 13 Prozent je Aktie (2002: plus 1,8 Prozent) bzw. mit einem Umsatzzuwachs von sechs bis neun Prozent (2002: plus vier Prozent) für das Jahr 2003 und habe damit Befürchtungen widerlegt, dass das laufende Jahr vergleichbar schwierig wie das Jahr 2002 sein könnte. Mit zweistelligen Zuwachsraten von wichtigen Präparaten wie Effexor, Protonix und Prevnar (Impfstoff) sollte es Wyeth im Jahr 2003, trotz der noch nicht ausgestandenen Problemen bei den Hormonersatztherapiepräparaten (HRT), gelingen, den Gewinn zweistellig zu steigern.

Die Zulassung einer weiteren Produktionsstätte für das gegen rheumatische Arthritis zum Einsatz kommende Präparat Enbrel ermögliche neben einer zusätzlichen Bereitstellung des Präparats für den US-Markt die Belieferung des europäischen Marktes, der für Wyeth unter Profitabilitätsgesichtspunkten eine höhere Attraktivität aufweise. Ebenfalls positiv beurteile die ING BHF-BANK die Tatsache, dass Wyeth sowie der Vertriebspartner MedImmune für den zur Zulassung vorgesehenen Impfstoff FluMist keine weiteren klinischen Testdaten an die US-Gesundheitsbehörde FDA einreichen müssten, so dass die ING BHF-BANK einer Zulassung gute Chancen einräume.

Mittels des recht jungen Produktportfolios sollte es Wyeth gelingen, zweistellige Umsatz- und Ertragszuwächse in den kommenden Jahren zu erzielen. Positiv beurteile die ING BHF-BANK die Tatsache, dass Wyeth von keinen größeren Patentausläufen in den nächsten Jahren betroffen sei. Die Bewertung mit einem KGV (basierend auf den 2004-er Gewinnschätzungen) von etwa 14 (US-Sektor: 15) reflektiere nach Einschätzung der ING BHF-BANK unverhältnismäßig stark die noch nicht endgültig ausgestandenen Probleme im Bereich der Hormonersatztherapie. Die ING BHF-BANK gehe davon aus, dass es Wyeth in den nächsten Jahren gelingen werde, den Turnaround zu schaffen.

Vor diesem Hintergrund empfehlen die Analysten der ING BHF-BANK die Aktien von Wyeth mit dem Rating "outperform" bei hohem Risiko zum Kauf.



© 1998 - 2026, optionsscheinecheck.de