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Analysen - Ausland
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27.07.2017
Microsoft-Turbo Call: Keine Angst vorm Allzeithoch - Optionsscheineanalyse
ZertifikateJournal
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www.optionsscheinecheck.de
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Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Open End Turbo Call-Optionsschein (ISIN DE000UW5UTX6/ WKN UW5UTX) der UBS auf die Aktie von Microsoft (ISIN US5949181045/ WKN 870747) als Pick of the Week vor.
Microsoft habe im Schlussquartal 2016/17 einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. Unter dem Strich habe der Softwareriese mit 6,5 Mrd. US-Dollar doppelt so viel wie ein Jahr zuvor verdient. Der Umsatz sei um 13 Prozent auf 23,3 Mrd. US-Dollar geklettert. Die Erwartungen seien damit übertroffen worden. Ein Faktor für das Umsatzwachstum sei die Ende 2016 vollzogene Integration Karriere-Netzwerks LinkedIn gewesen. Der Zukauf habe 1,1 Mrd. US-Dollar zu den Erlösen beigesteuert. Zentraler Wachstumstreiber sei aber wieder einmal das Cloud-Geschäft um Software und Infrastruktur gewesen. Hier hätten die Einnahmen um 11 Prozent auf 7,43 Mrd. US-Dollar angezogen. Das operative Ergebnis des Bereichs habe sich gar um rund 15 Prozent auf 2,5 Mrd. US-Dollar erhöht. Die Erlöse der Cloud-Plattform Azure, auf der Unternehmen ihre Websites, Apps und Daten verwalten könnten, seien dabei fast verdoppelt worden - sie wachse damit deutlich schneller als Amazons Angebot. Auch an den Windows-Erlösen gebe es wenig zu mäkeln. Hier habe Microsoft ein Plus von 2 Prozent geschafft.
Allerdings habe die Bilanz auch ein paar Schönheitsfehler: So sei der Umsatz der Computer-Sparte wegen dem weitgehenden Ausstieg aus dem Smartphone-Geschäft um 1,5 Prozent zurückgegangen, die Erlöse mit Tablets der Microsoft-Marke Surface seien um 2 Prozent gesunken. Und beim Umsatz mit Geräten der Xbox-Spielekonsole habe der Konzern wegen gesunkener Stückzahlen und Preissenkungen sogar einen Rückgang von 29 Prozent hinnehmen müssen. Zudem sei der Ausblick etwas schwächer ausgefallen, als erhofft. Microsoft erwarte für das laufende Quartal einen Umsatz von 23,6 bis 24,3 Mrd. US-Dollar. Das Wachstum würde damit etwas nachlassen.
Dennoch: Der Umbau vom "Computer-Dino" zur Cloud-Company mache sich zunehmend bezahlt. Dank des Einstiegs in das Zukunftsgeschäft schaffe es Microsoft nicht nur die "Schwächen" in den alten Geschäftsbereichen mehr als auszugleichen. Der "Umzug" vieler Produkte in die Cloud habe dem Unternehmen zudem neue Wachstums- und der Börse neue Kursperspektiven aufgezeigt. Auch Analysten seien davon überzeugt, dass Microsoft künftig mit seinem Cloud-Angebot Erfolg haben werde. "Das ist nicht nur ein einmaliges Quartalswunder", so Kim Forrest von der Fort Pitt Capital Group. Am Ziel sehe sich der Konzern allerdings noch nicht. Als nächstes wolle Microsoft den Vertrieb umorganisieren, um die inzwischen zahlreichen Cloud-Angebote besser zu vermarkten. Die fundamentalen Perspektiven würden also stimmen.
Und auch aus technischer Sicht spreche mehr für steigende als für fallende Kurse. Die Aktie laufe von einem Rekord zum nächsten. Gehe es nach den Analysten von Goldman Sachs (und auch einigen anderen), sei die Party noch lange nicht vorbei. Bereits vor den Zahlen habe die Investmentbank das Kursziel von 78 US-Dollar auf 88 US-Dollar angehoben und die Einstufung auf "buy" belassen. Das impliziere ein weiteres Aufwärtspotenzial von rund 19 Prozent. Mit einem Turbo Call würden sich daraus knapp 80 Prozent machen lassen. (Ausgabe 29/2017) (27.07.2017/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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