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Analysen - Währungen
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01.12.2016
EUR/USD steuert auf Parität zu: Unlimited Turbo Long- und Short-OS bei Kursbewegungen - Optionsscheineanalyse
Société Générale
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www.optionsscheinecheck.de
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Paris (www.optionsscheinecheck.de) - Seit der Wahl von Donald Trump am 8. November setzt sich die Aufwertungstendenz des USD fort, viele Investoren erwarten, dass der Kurs des USD in den kommenden Monaten mit dem EUR gleichziehen wird, so die Analysten der Société Générale in ihrer aktuellen Ausgabe von "Themenwerkstatt".
Das Währungspaar EUR/USD sei eines der wichtigsten Paare für den Währungshandel. Nach dem 52-Wochen-Tief von 1,0518 USD am 24. November bleibe der EUR/USD-Wechselkurs auf diesem Niveau und notiere aktuell bei 1,0650 USD (Schlusskurs 29.11.2016). Im Mai 2016 (03.05.2016) habe der EUR/USD-Wechselkurs noch auf seinem 52-Wochen-Hoch bei 1,1616 USD gelegen, zu Jahresbeginn 2016 habe er bei 1,0856 USD notiert.
Auch die Währungen wichtiger Schwellenländer würden seit Tagen nachgeben. Viele Devisenhändler würden für die kommenden Jahre eine ausgeprägte Stärkeperiode des USD gegenüber anderen Währungen erwarten, berichte Bloomberg. Hintergrund seien Spekulationen, dass die von Trump angekündigten massiven Investitionen in die Infrastruktur sowie seine Pläne für Steuererleichterungen zu einer stärkeren Inflation führen würden, was wiederum den Druck auf die Zentralbank Federal Reserve erhöhe, die Leitzinsen anzuheben. Höhere Leitzinsen wiederum würden in der Regel bewirken, dass Gelder in den USD-Raum strömen würden und dieser aufwerte.
Als Reaktion darauf würden die Währungen wichtiger Schwellenländer seit Tagen abwerten. Zu den Währungen, die sich deutlich verbilligt hätten, würden ebenso die Indische Rupie, der Vietnamesische Dong, die Türkische Lira und der Philippinische Peso gehören. Der Bloomberg-J.P. Morgan Asia Dollar Index, der die Entwicklung des USD zu ausgewählten asiatischen Währungen abbilde, habe am 24.11. mit 103,29 Punkten den niedrigsten Wert seit dem Jahr 2009 erreicht.
Nach Ansicht vieler Devisenspezialisten scheine es in naher Zukunft nichts zu geben, was die Aufwertung stoppen könnte, deswegen würden ihrer Ansicht nach die meisten weiter auf den USD-Trend setzen. Die Wetten auf eine Parität zwischen USD und EUR würden derzeit zunehmen. Zuletzt seien die beiden Währungen im Jahr 2002 etwa gleich stark gewesen. Wie Bloomberg auf Basis einer Umfrage unter Devisenhändlern berichte, würden 45 Prozent der Befragten erwarten, dass zum Ende des Jahres 2017 ein USD einem EUR entsprechen werde. Mitte November seien dies nur etwa halb so viele gewesen. Entscheidend für die weitere Entwicklung dürfte neben der Wirtschaftspolitik Trumps die Frage sein, ob und wie stark die FED die Leitzinsen in Zukunft erhöhen werde.
Wie die Analysten des Bereichs Cross Asset Research der Société Générale in ihrem Mitte des Monats veröffentlichten Report "Forex Weekly" erläutern würden, habe der EUR mit politischen Risiken zu kämpfen. Im letzten Jahr sei der EUR nur durch Kapitalabflüsse von Investoren niedrig gehalten worden, die von den negativen Zinssätzen der EZB und deren Anleihekäufen geprägt gewesen seien. Sie seien anscheinend besorgt gewesen, dass die EZB die Anleihekäufe auslaufen lasse und dass dies Katalysator dafür sein könnte, die Kapitalströme zu verlangsamen sowie eine EUR-Rally einzuleiten.
In den nächsten sechs Monaten würden diese Sorgen aber von Bedenken über eine mögliche Ausbreitung populistischer Tendenzen in Europa überlagert. Wichtige Termine Ende 2016 sowie im kommenden Jahr seien zum Beispiel das italienische Verfassungsreferendum am 4. Dezember, die österreichische Präsidentschaftswahl am selben Tag, die holländischen Wahlen am 15. März und vor allem die französische Präsidentschaftswahl Ende April /Anfang Mai 2017.
Im aktuellen Marktumfeld würden sich Unlimited Turbo-Optionscheine auf das Währungspaar EUR/USD der Société Générale anbieten: Unlimited Turbo Long für einen abwertenden USD, Unlimited Turbo Short für einen aufwertenden USD bzw. Inline-Optionsscheine, falls man von nur minimalen Änderungen ausgehe. (01.12.2016/oc/a/w)
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