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Analysen - Ausland
19.02.2003
Reuters "sell"
Merrill Lynch

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Die Wertpapierspezialisten von Merrill Lynch empfehlen den Anlegern, die Aktie der britischen Nachrichtenagentur Reuters (WKN 911958) zu verkaufen.

Da sich die Umsatzaussichten für Reuters noch weiter verschlechtert hätten, habe die Agentur nun weitere Restrukturierungsmaßnahmen angekündigt. Die Investmentbanker hätten sich zu einer Revision ihrer EPS Prognose für 2003 um rund 40% von 8,2 auf 4,8 britische Pence entschlossen, da sie nun von einem Rückgang der Umsätze von 9 - 10% ausgehen würden. Die realen Umsatzzahlen würden sich durch den Rückzug aus peripheren Geschäftsbereichen verringern. Zudem verfüge das Unternehmen nur über eine begrenztes Gewinnpotential und habe über das 1. Fiskalquartal 2003 hinaus keine klaren Prognosen veröffentlicht.

Auch im Finanzjahr 2004 würden die Analysten für Reuters wieder mit einem Rückgang der wiederkehrenden Umsätze von 3 - 4% rechnen. Die Margen des Kerngeschäfts sollten dann allerdings durch Kostensparmaßnahmen geschützt sein. Aufgrund der geschätzten Restrukturierungsaufwendungen von 120 Mio. britischer Pfund werde auch die EPS Erwartung für das Finanzjahr 2004 deutlich gekürzt, und zwar um 42% auf 8,2 britische Pence. Ab dem Geschäftsjahr 2005 könnten sich die Gewinne des Unternehmens dann wieder deutlich erholen. Allerdings sei dafür eine makellose Führungsarbeit notwendig und die Umsätze dürften keinesfalls weiter zurückgehen, als dies gegenwärtig prognostiziert werde.

Aufgrund dieser Analyse halten es die Börsenexperten von Merrill Lynch weiterhin für empfehlenswert, die durchschnittlich volatile Reuters Aktie zu verkaufen.


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