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Analysen - Ausland
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10.02.2003
RTL Group reduzieren
WGZ-Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der WGZ-Bank bewerten die RTL Group-Aktie (WKN 861149) mit "reduzieren".
Mit der vom Bundeskartellamt erteilten Genehmigung zur Übernahme von 13 Radiobeteiligungen der AVE Gesellschaft für Hörbeteiligung (eine Tochter der Holtzbrinck Gruppe) durch RTL Radio Deutschland werde die RTL Group im laufenden Jahr zum größten Radiobetreiber auf dem deutschen Markt aufsteigen. Obwohl das Unternehmen damit die führende Position nach Hörerzahlen und Werbeumsatz erreiche, gehe man davon aus, dass der Umsatzbeitrag für die RTL Group in den nächsten Jahren bescheiden ausfallen dürfte. Dies liege zum einen daran, dass Radio im deutschen Werbegeschäft eine eher unterentwickelte Rolle spiele (3% Anteil am Werbemarkt, seit sechs Jahren unverändert) und alleine in 2001 ein Rückgang der Netto-Werbeeinnahmen beim Hörfunk von 7,5% zu verzeichnen gewesen sei (Umsatzrückgang bei der RTL Group in 2001 -12,7%).
Obwohl sich das letzte Quartal 2002 in Deutschland besser entwickelt habe als von der RTL Group erwartet und sich dies positiv auf das Gesamtergebnis für 2002 auswirken werde, sehe man aufgrund der anhaltenden schlechten gesamtwirtschaftlichen Lage in Euroland (insbesondere Deutschland) und der damit verbundenen Investitionszurückhaltung der werbetreibenden Wirtschaft, noch kein eindeutiges Signal für eine generelle Trendumkehr. Zudem erscheine das Unternehmen wegen des geringen free float (9,8%) zur Zeit wenig attraktiv für Investoren.
Die Analysten der WGZ-Bank behalten ihre Einstufung für RTL Group auf "reduzieren" bei.
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