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Analysen - DAX 100
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03.02.2003
Degussa Downgrade
WGZ-Bank
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Dr. Bernd Schnarr, Analyst der WGZ-Bank, nimmt für die Degussa-Aktie (WKN 542190) ein Downgrade von "akkumulieren" auf "verkaufen" vor.
Die Degussa sei im Rahmen einer größeren Neuordnung der Geschäfte des Energieriesen E.ON sowie der Ruhrkohle AG als Tauschobjekt (Ruhrgas) benutzt und im Rahmen eines Vertragsgeflechts übernommen worden. Am Freitag hätten sich die Gegner dieser Transaktion mit dem ehemaligen Degussa-Hauptaktionär E.ON geeignet. Der Energiekonzern E.ON halte nun ebenso viele Anteile wie RAG. (vorher: 64,6%; jetzt zusammen mit RAG je 46,5%).
Der verbleibende Streubesitz von Degussa betrage ca. 7% (vorher 35,4%). In der zweiten Stufe des Übernahmeangebots würden von E.ON an die RAG weitere 3,6% des Grundkapitals abgegeben (31.05.04, Preis 38 Euro je Aktie), damit RAG einen Mehrheitsanteil von 50,1% erreiche. Die verbleibenden von E.ON gehaltenen Degussa-Anteile (42,9%) sollten dann mit einem Freefloat-Ziel von 49,9% über die Börse abgegeben werden. Nach Erachten der Analysten sei das Kurspotential des Spezialchemie-Konzerns aufgrund der skizzierten Struktur des Übernahmevertrages vorerst begrenzt. Die üblichen Bewertungsmethoden würden hier nicht mehr greifen.
Die Analysten der WGZ-Bank stufen Degussa folglich von "akkumulieren" auf "verkaufen" herab.
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