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Analysen - DAX 100
06.08.2015
Discount Call-Optionsschein auf Bayer: Gewinne satt - Optionsscheineanalyse
ZertifikateJournal

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Schwarzach am Main (www.optionsscheinecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe einen Discount Call-Optionsschein (ISIN DE000HY63Y17/ WKN HY63Y1) der UniCredit Bank auf die Aktie von Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001) vor.

Der Chemieriese Bayer habe mit den Zahlen zum zweiten Quartal überzeugen können. Sowohl beim Umsatz als auch bei Gewinn hätten die Leverkusener die Erwartungen übertroffen. Das Ebitda vor Sondereinflüssen habe sich um 33,2 Prozent auf 2,89 Mrd. Euro erhöht. Analysten hätten im Vorfeld mit 2,68 Mrd. Euro gerechnet. Unterm Strich habe Bayer 1,15 Mrd. Euro verdient. Das entspreche einem Plus von 20,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch beim Umsatz habe der Konzern eine Schippe drauf legen können. Die Erlöse hätten um 18,2 Prozent auf 12,09 Mrd. Euro angezogen. Besonders dynamisch habe sich das Gesundheitsgeschäft entwickelt. Hier sei es um 28 Prozent nach oben gegangen. Für ordentlichen Schwung hätten die neueren Pharmaprodukte, etwa der Blutverdünner Xarelto, dessen Umsätze um 42,6 Prozent zugelegt hätten, sowie Augenmedikament Eylea (14,3 Prozent) gesorgt. Zusammen mit den Krebsmitteln Stivarga und Xofigo sowie dem Lungenhochdruckmittel Adempas habe Bayer erstmals mehr als eine Mrd. Euro in einem Quartal erlöst - im Gesamtjahr sollten es vier Mrd. Euro sein.

Aber auch das Geschäft mit Agrarchemikalien sowie die vor der Abspaltung stehende Kunststoffsparte würden keinen Anlass zur Kritik geben: Beide Bereiche hätten prozentual zweistellig zugelegt. Dennoch habe der Konzern sein Umsatzziel für das laufende Jahr nach unten korrigiert. Demnach sollten die Erlöse bei etwa 47 Mrd. Euro landen. Zuvor seien die Leverkusener von 48 bis 49 Mrd. Euro ausgegangen. Hintergrund seien der kürzlich angekündigte Verkauf der Diabetes-Sparte mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund 0,9 Mrd. Euro sowie niedrigere als erwartete positive Währungseffekte. Diese beziffere Bayer nun auf etwa auf sieben Prozent statt wie bisher neun Prozent. Das bereinigte Ebitda solle allerdings weiterhin im oberen Zehner-Prozentbereich steigen, ebenso wie das bereinigte Ergebnis je Aktie.

Offen habe das Management weiterhin gelassen, ob die angekündigte Trennung von der Kunststoffsparte MaterialSciences über einen Börsengang oder einen Spinoff erfolgen solle. Bayer wolle die Kunststoff-Tochter unter dem Namen Covestro als eigenständiges Unternehmen im dritten oder vierten Quartal an den Kapitalmarkt bringen. Die Analysten von Bernstein würden den Wert der Sparte angesichts der zuletzt starken Entwicklung auf bis zu zehn Mrd. Euro taxieren und hätten unter anderem deswegen die Einstufung auf "outperform" mit einem Kursziel von 152 Euro belassen. Andere Häuser seien da nicht ganz so euphorisch, würden aber ebenfalls Kurspotenzial sehen - eine gute Ausgangslage, um sich via Discount Call (WKN HY63Y1) auf die Long-Seite zu stellen. (Ausgabe 30/2015) (06.08.2015/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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