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Analysen - Neuer Markt
16.12.2002
Kontron neutral
Nord LB

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Die Aktie der Kontron AG (WKN 605395) ist für den Analysten Jürgen Bartz von der Norddeutschen Landesbank unverändert eine Halteposition.

Nach der Fusion mit JUMPtec - die Konsolidierung sei zum 03. Juli 2002 erfolgt - habe Kontron auf Pro-forma-Basis im dritten Quartal gegenüber der Vorjahresperiode einen Umsatzanstieg um 5,8% auf 80,2 Mio. Euro erzielt. Im Neunmonatsvergleich hätten die Pro-forma-Erlöse des Konzerns aufgrund eines schwachen ersten Halbjahres einen leichten Rückgang um 3% auf 193 Min. Euro verzeichnet.

Das Unternehmen habe für das dritte Quartal eine positive Gewinnentwicklung ausweisen können. Das EBITDA habe um 6,5% auf 3,3 Mio. Euro zugelegt und auch beim EBIT habe Kontron wieder schwarze Zahlen geschrieben nach einem Verlust von 0,93 Mio. Euro im Vorjahr. Als Konzernüberschuss sei 0,47 Mio. Euro ausgewiesen worden. Aufgrund von Synergieeffekten durch die JUMPtec-Fusion sowie weiterer Sparmaßnahmen seien die Kosten von 25,7 Mio. Euro im zweiten Quartal um 2,5 auf 23,2 Mio. Euro im Zeitraum Juli- September zurückgegangen. Bis zum zweiten Quartal 2003 wolle man die operativen Kosten unter die Marke von 20 Mio. Euro drücken. Der Auftragsbestand sei im dritten Quartal um 2 auf 97 Mio. Euro angewachsen. Nach Unternehmensangaben habe Kontron zum 30. September über Liquidität von 60 Mio. Euro verfügt.

Für das traditionell stärkere Jahresschlussquartal sei das Unternehmen aufgrund des in der Vorperiode gestiegenen Auftragsvolumens und einer verbesserten Kostensituation gedämpft optimistisch. Der Vorstand rechne für diesen Zeitraum mit leicht zunehmenden Umsätzen und mit einem Anstieg der Rendite auf das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA-Marge) auf 8% bis zum Jahresende.

In den USA habe Kontron mehrere Aufträge im Gesamtwert von 6,4 Mio. USD erhalten, unter anderem von GFI-Genfare über 2,8 Mio. USD in Verbindung mit einem Fahrkartenautomaten-System für die Transportindustrie. Nach diesem Auftragsschub sei man im Vorstand zuversichtlich, dass die US-Tochter im laufenden Quartal zum ersten Mal seit zwei Jahren auf EBIT-Basis wieder die Gewinnzone erreicht. In 2003 erwarte Kontron-Chef Niederhauser bei einem nur leicht zunehmenden Konzernumsatz eine Verbesserung der EBITDA-Marge auf 10 Prozent. Wachstumspotenzial sehe das Unternehmen im nächsten Jahr eher in Nordamerika als in Europa. In Abhängigkeit von der Kursentwicklung wolle der Vorstand auf der nächsten HV im Frühjahr 2003 den Rückkauf von bis zu 10% der Aktien genehmigen lassen.

Das Researchteam der Nord LB rechnet für das Jahr 2002 mit einem Umsatz von 212 Mio. Euro sowie einem Verlust von 1 Mio. Euro. In 2003 sollten die Erlöse auf 230 Mio. Euro ansteigen und der Gewinn 7 Mio. Euro betragen.

Nach dem enttäuschenden ersten Halbjahr habe sich die Geschäftsentwicklung im dritten Quartal wieder gebessert. Zudem hätten erste Synergieeffekte aus der Fusion mit JUMPtec zu Kosteneinsparungen geführt. Trotz der anhaltend schwierigen Konjunktur- Situation sei das Unternehmen für das laufende Quartal wie auch für das nächste Jahr, in dem man in der zweiten Jahreshälfte wieder Wachstumsimpulse erwarte, verhalten optimistisch. Allerdings habe der Vorstand für 2003 bis auf das Ziel einer 10%igen EBITDA-Marge noch keine konkreten Umsatz- und Ergebnisprognosen abgegeben.

Das Researchteam der Nord LB empfiehlt weiterhin, die Aktien von Kontron zu halten.



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