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Analysen - Neuer Markt
16.12.2002
Adva reduzieren
Nord LB

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Bei Kursstärke Aktien der Adva AG Optical Networking (WKN 510300) verkaufen, dies rät der Analyst Jürgen Bartz von der Norddeutschen Landesbank.

Im dritten Quartal hätte die Gesellschaft mit 22 Mio. Euro einen gegenüber der Vorjahresperiode um 5,2% geringeren Umsatz ausgewiesen. Auf Pro-forma-Basis (bereinigt um Goodwill-Abschreibungen und nicht liquiditätswirksame Aufwendungen für Aktienoptionen) habe das Betriebsergebnis ein Plus von 1,6 Mio. Euro erreicht nach einem Fehlbetrag von 0,6 Mio. Euro im dritten Quartal 2001. Nach Angaben des Unternehmens hätten Kostensenkungsmaßnahmen eine gestiegene operative Effizienz und höhere Bruttomargen für diesen Turn-Around gesorgt.

Das Pro-forma-Ergebnis aus fortgeführten Geschäften habe sich im Jahresvergleich von -1,3 auf +1,2 Mio. Euro verbessert. Der Nettoverlust habe sich auf 0,1 nach -93,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum verringert. Allerdings habe dieses hohe negative Ergebnis nicht zuletzt aus den Sonderbelastungen im Zuge der Schließung des Standortes Cambridge resultiert. Die Umsätze in den ersten neun Monaten seien mit 65,8 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Das Pro-forma- Betriebsergebnis habe sich auf 1,9 Mio. Euro belaufen und der Nettoverlust sei von 104,6 auf 5,3 Mio. Euro geschrumpft.

Für die letzten drei Monate 2002 rechne Finanzchef Andreas Rutsch mit einem operativen Ergebnis in ähnlicher Höhe wie im dritten Quartal. Für das Gesamtjahr gehe der Adva-Vorstand von einem Umsatz zwischen 86 und 91 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis von 3- 4 Mio. Euro aus. Die Liquidität des Unternehmens solle nach Angaben von Rutsch Ende 2002 bei 12-13 Mio. Euro liegen. Einen sehr zurückhaltenden Geschäftsausblick gebe Rutsch für 2003. Für das kommende Jahr sehe er derzeit keine Anzeichen einer signifikanten Markterholung, sondern bestenfalls ein leicht verbessertes Umfeld und die Möglichkeit einer geringen Umsatzzunahme. Erst für 2004 erwarte der Finanzvorstand eine durchgreifende Verbesserung der Marktlage.

Über die Kooperation mit Inrange Technologies, nach Angaben von Adva einer der weltweit führenden Anbieter von hochwertigen Speichernetzwerklösungen, habe man in den ersten acht Monaten 2002 zahlreiche neue Kunden gewinnen können. Allein 26 neue Unternehmens- und Netzbetreiber-Kunden, unter anderem in den USA, Deutschland, Großbritannien und der Schweiz, hätten die FSP-Produkte von Adva implementiert.

Das Researchteam der Nord LB rechnet für das Jahr 2002 mit einem Umsatz von 88 Mio. Euro sowie einem Verlust von 6,5 Mio. Euro. In 2003 sollten die Erlöse auf 90 Mio. Euro ansteigen und der Verlust nur noch bei 1,6 Mio. Euro liegen.

Wie schon in der Vorperiode habe Adva auch im dritten Quartal bei einem gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Umsatz ein positives Betriebsergebnis erzielt, sei aber beim Nettoergebnis - wenn auch nur marginal - weiter in der Verlustzone geblieben. Für das nächste Jahr sehe der Vorstand derzeit noch keine durchgreifende Marktbelebung und rechne daher bei einem bestenfalls geringen Umsatzzuwachs mit leicht sinkenden Bruttomargen in den kommenden Quartalen. Eine signifikante Verbesserung der Situation erwarte das Unternehmen erst in 2004.

Das Researchteam der Nord LB bleibt bezüglich der Aktien von Adva bei seiner Empfehlung "reduzieren".



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