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Analysen - DAX 100
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23.12.2002
Puma Marketperformer
Stadtsparkasse Köln
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Puma-Aktie (WKN 696960) als Marketperformer.
Puma habe sich erfolgreich im Sports-Lifestyle-Segment positioniert. Das Unternehmen generiere damit mittlerweile rd. 40% seines Schuh- und 70% seines Gesamtumsatzes. Durch diese Strategie sei Puma in der Lage, erfolgreich neben den weitaus größeren Global Playern adidas, Nike und Reebok zu agieren.
Gleichzeitig bestehe in der Mode- und Lifestyleorientierung die Abhängigkeit von sich schnell ändernden Trends. Dieses Risiko werde teilweise dadurch gedämpft, dass Puma weiterhin auch im klassischen Sportartikelsegment (bes. Fußball und Leichtathletik) tätig sei und die Potenziale hier entsprechend ausschöpfe.
Das beste Ergebnis seiner Firmengeschichte habe Puma zum dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorlegen können. Der Umsatz sei um 48% auf 292 Mio. Euro gestiegen, der Gewinn nach Steuern überproportional um 72% auf 48,6 Mio. Euro. Besonders erfreulich habe sich dabei einmal mehr das Geschäft mit Schuhen im Retro-Design entwickelt. Aber auch die Segmente Textilien und Accessoires hätten sich positiv entwickeln können.
Wachstumsstärkste Region sei Europa vor Nord- und Südamerika gewesen. Der Auftragsbestand habe per Ende September mit 501 Mio. Euro um 60% über dem vergleichbaren Vorjahreswert gelegen. Auf Grund der erneut über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen habe Unternehmenschef Zeitz eine höhere Dividende für 2002 in Aussicht gestellt.
Für das Gesamtjahr seien die Prognosen mit Vorlage der Quartalszahlen zum dritten Mal in diesem Jahr nach oben geschraubt worden. Im Umsatz rechne Zeitz mit einer 50prozentigen Steigerung - was der höchsten Zuwachsrate der letzten acht Wachstumsjahre entspräche. Von 2003 bis 2006 würden durchschnittlich zweistellige Wachstumsraten angestrebt.
Zum 1. Januar 2003 habe Puma mit dem italienischen Fußballverband FIGC einen über vier Jahre dauernden Ausrüstungsvertrag geschlossen. Damit sei Puma offizieller Ausrüster aller Teams der FIGC. Übernommen würden die komplette Spiel-, Training- und Freizeitbekleidung incl. aller Accessoires, sowie die imageträchtigen Sportschuhe der Profikicker. Der Umfang des Vertrages belaufe sich auf 9,7 Mio. Euro.
Weltweit habe Puma eigene "Concept Stores" eröffnet, in denen die Puma-Modellpalette präsentiert werde. Concept Stores bestünden in Santa Monica, San Francisco, Los Angeles, New York, Paris, Rom, Moskau, Tokio, sowie seit kurzem in Frankfurt. Bis Jahresende sollten 15 Verkaufsräume entstanden sein. Puma setze bei der Werbung für seine Produkte auf das sogenannte Product Placement.
Der Sportartikelhersteller profitiere dabei von der Beteiligung des US-Unterhaltungskonzerns Monarchy/Regency, der dafür sorge, dass die Marke Puma in Spielfilmen und TV-Produktionen beworben werde. Als Sportswear-Anbieter profitiere Puma vom Trend zum "Casual-Wear"; so seien 95% der in Deutschland verkauften Sportbekleidungsgüter nicht für den Sport bestimmt. Weniger als 30% der Turnschuhträger würden die Sportschuhe zu Sportzwecken nutzen.
Puma habe mit der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal erneut die ausgezeichnete fundamentale Lage bestätigt. Der anhaltend hohe Auftragsbestand (+ 60% im Vergleich zum Vorjahr) deute auf eine weiterhin hohe Nachfrage nach den Puma-Produkten hin. Vor diesem Hintergrund sei nach Erachten der Analysten durchaus noch Aufwärtspotential in der Kursentwicklung vorhanden, doch sollte dieses eher begrenzt sein.
Außerdem bestünde die Gefahr, dass der Trend bei den Lifestyle-Produkten abbreche. Da Puma nur zu einem geringen Anteil im krisensicheren Massengeschäft mit Sportartikeln tätig sei, könnte sich dies entsprechend negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken.
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bestätigen ihre Marketperformer-Einschätzung für die Aktie von Puma.
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