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Analysen - Neuer Markt
06.11.2002
Pfeiffer Vacuum Outperformer
Stadtsparkasse Köln

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Die Analysten der Stadtsparkasse Köln bewerten die Pfeiffer Vacuum-Aktie (WKN 691660) mit Outperformer.

Vakuumtechnologie sei eine Basistechnologie, die insbesondere in der Analytischen Industrie, der Halbleiterindustrie, der Chemischen Industrie und der Forschung und Entwicklung eingesetzt werde. Pfeiffer Vacuum sei Weltmarktführer bei Turbomolekularpumpen. Das Unternehmen habe die Technologie der Turbomolekularpumpen 1958 selbst erfunden und ständig weiterentwickelt. Pfeiffer Vacuum habe die Aktivitäten der Multimedia Machinery GmbH übernommen. Folgende Produkte sollten entwickelt, produziert und vermarktet werden: Komplette DVD-Linien für die Produktion von vorbespielten/wiederbeschreibbaren DVD sowie Metallisierer für vorbespielte/wiederbeschreibbare DVD.

Es werde erwartet, dass die DVD-RW die VHS-Kassette in einigen Jahren ablösen werde. Umsatzaufteilung nach Geschäftsbereichen 2001: Halbleiter 14% (Vorjahr: 22%), Analytik 29% (29%), optische Glasbeschichtung 24% (16%), F&E 19% (19%). Regionale Umsatzaufteilung 2001: Deutschland 48 Mio. Euro (+13,2%), Europa 56,6 Mio. Euro (-4,7%), USA 44,8 Mio. Euro (-28,8%), Asien und Rest der Welt 21,7 Mio. Euro (+8,5%).

In den Zahlen für die ersten neun Monate 2002 spiegele sich nach Aussagen des Unternehmens die weltweit schwache konjunkturelle Situation in den wichtigsten Absatzmärkten Europa, USA und Asien wider. So sei der Umsatz um 14,7% auf 110,9 Mio. Euro zurück gegangen. Allerdings habe der Umsatz erstmals seit dem vierten Quartal 2001 gegenüber dem Vorquartal wieder geringfügig um 2,5% auf 37,4 Mio. Euro zugelegt. Dabei hätten die Erlöse in Deutschland um ein Drittel auf 12,6 Mio. Euro zulegen können. Das Betriebsergebnis (EBIT) habe sich auf 12,9 Mio. Euro belaufen, was einer Marge von 11,7% entspreche.

Die liquiden Mittel hätten per Ende September 64,4 Mio. Euro betragen. Bei den Forschungs- und Entwicklungskosten sei ein Anstieg um 21% auf 7,5 Mio. Euro zu verzeichnen. Darin enthalten seien die Anlaufkosten für das neu erworbene DVD-Geschäft, wobei diesen Aufwendungen noch keine signifikanten Umsätze gegenüber gestanden hätten. Ohne die Anlaufverluste im DVD-Geschäft hätte die EBIT-Marge bei 14,5% gelegen.

Angesichts der unverändert schwachen Konjunkturlage habe Pfeiffer Vacuum die Umsatzerwartung für das laufende Jahr auf 150 Mio. Euro gesenkt, was einem Rückgang von 12% gegenüber dem Vorjahr entspräche. Bereits bei der Vorstellung des Halbjahresberichts sei die ursprüngliche Umsatzplanung von 190 Mio. Euro auf 170 Mio. Euro +/-5% reduziert worden. Das neue Umsatzziel solle auch vor dem Hintergrund erreicht werden, dass im Oktober die Auftragseingänge deutlich angezogen haben. Die EBIT -Marge solle bei 12% liegen. Für 2003 erwarte das Unternehmen ein moderates Wachstum.

Straffes Kostenmanagement, eine schlanke Fertigung und Organisation sowie Investitionen in die Stärkung und den Ausbau des weltweiten Vertriebs- und Servicenetzes sollten eine flexible Reaktion auf Änderungen in den Märkten ermöglichen. Das neue Geschäftsfeld DVD habe die Erwartungen bislang nicht erfüllen können, da die etablierten Anbieter hier über eine starke Stellung verfügen würden. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liege zur Zeit mit über 60% des Gesamtumsatzes in Europa. Eine Erholung der Halbleiterbranche eröffne weiteres Umsatzpotenzial in den USA und Asien.

Pfeiffer Vacuum habe zum zweiten Mal seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr senken müssen. Angesichts der schwachen Konjunktur sei eine Umsatzwarnung von den Marktteilnehmern erwartet worden. Daher habe der Aktienkurs auf diese Nachricht nicht reagiert. Im Vergleich zu den Wettbewerbern weise Pfeiffer Vacuum durch gutes Kostenmanagement eine hohe EBIT-Marge auf. Die neuen Prognosen sollten erreichbar sein.

Die Empfehlung der Analysten der Stadtsparkasse Köln für Pfeiffer Vacuum lautet Outperformer.



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