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Analysen - Neuer Markt
19.12.2002
Gericom attraktiv
Bluebull

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Die Experten von "Bluebull" sind der Ansicht, dass Gericom (WKN 565773) ein attraktives Unternehmen sei.

Im Gerede sei Gericom in Bezug auf seine Produkt-Qualität schon immer gewesen - nur habe man bis heute nicht ausmachen können, wie viel von diesem Gerede Frust von Käufern teurer Notebooks sei, die sehen würden, dass man dieselben Leistungen auch um einiges billiger haben könne, oder die einfach proklamieren würden, dass man High-Tech nicht bei Plus oder Lidl kaufen könne. Nach dem - angeblich durch Intel-Probleme verschuldeten - desaströsen ersten Quartal 2002 habe es dann zunächst so ausgesehen, als würden die Kritiker des Unternehmens Recht behalten, die (ohne zu belegen, dass Gericom dies absolut nicht biete) behauptet hätten, langfristig würde sich nur Qualität durchsetzen. Bestärkt worden seien die Kritiker noch durch das ziemlich haltlose Gerücht, Gericom stecke zu allem auch noch in einer Liquiditätskrise.

Derzeit (nach Vorlage des Halbjahresberichts und Meldung der Zahlen zum dritten Quartal) sehe alles danach aus, dass das erste Quartal In der Tat, wie vom Unternehmen bekundet, nur ein höchst peinlicher Ausrutscher gewesen sei, der mit allen Kräften in der verbliebenen Zeit bis zum Ende des Jahres wieder ausgebügelt werden solle. Fundamental stünden die Zeichen eigentlich auf Fortsetzung des Wachstums und vor allem: auf ein angeschlagenes Unternehmen deute in der Bilanz einstweilen nichts hin. Die Liquidität habe zum 30. Juni 2002 knapp 30 Millionen Euro betragen, Forderungen und Vorräte seien im Vergleich zum Jahreswechsel um etwa 25 Millionen Euro auf knapp 124 Millionen Euro abgebaut worden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung seien seit Jahresfrist halbiert worden, langfristige Verbindlichkeiten gebe es nicht. Die Eigenkapitalquote betrage gut 44 Prozent.

Nach dem kläglichen Ergebnis im ersten Quartal 2002 habe Gericom zur Jahresmitte immerhin wieder über 210 Millionen Euro Umsatz realisiert und dabei einen Gewinn von 75 Cent je Aktie erwirtschaftet (was allerdings immer noch deutlich weniger sei als ein Jahr zuvor). Die Zahlen für das dritte Quartal würden darauf hindeuten, dass zumindest das Ergebnis des Vorjahres erreicht werden könne (auch wenn die Unternehmensplanungen früher sogar ambitionierter aussehen würden). Dies würde bei einem Umsatz von etwa 500 Millionen Euro einen Gewinn je Aktie von etwa 1,70 Euro bedeuten. Das damit verbundene KGV von 6 deute auf eine Unterbewertung hin.

Eine Dividendenrendite von über vier Prozent macht Gericom zusätzlich attraktiv, so die Experten von "Bluebull". Risikofaktor bleibe die große Konjunkturabhängigkeit und der Umstand, dass Gericom vor Einbrüchen wie im ersten Quartal 2002 in Zukunft wahrscheinlich auch nicht besser gefeit sein werde.



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