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Analysen - Ausland
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19.12.2002
Georg Fischer übergewichten
Zürcher Kantonalbank
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Die Analysten der Zürcher Kantonalbank empfehlen die Aktien von Georg Fischer (WKN 851082) überzugewichten.
Ende November habe Georg Fischer die Verringerung der Beteiligung an der im Anlagebau für die Kunststoffindustrie tätigen Coperion (bisher 50,1%) angekündigt. Ab dem 1. Oktober 2002 werde Coperion im Finanzergebnis als Finanzbeteiligung erfasst. Nach einer freiwilligen Abschreibung der Beteiligung von rund CHF 30 Mio resultiere für 2002 ein Konzernverlust von schätzungsweise CHF 30 Mio. Durch die Erfassung von Coperion als Finanzbeteiligung werde das operative Konzernergebnis von einem defizitären Geschäft befreit. Ausserdem werde die Bilanz entlastet.
Neben CHF 100 Mio (rund 20%) Goodwill würden CHF 70 Mio Schulden wegfallen. Dadurch verringere sich das Gearing leicht von 1.0x auf 0.9x. In den letzten Monaten sei gemäss Georg Fischer eine leichte Nachfrageerhöhung in den Kernbereichen zu erkennen gewesen. Aufgrund des hohen Umsatzanteils in Deutschland basieren die Analysten ihre Schätzungen für 2003 weiterhin auf einem vorsichtigen Szenario. Mit per Ende 2002 rund CHF 200 Mio weniger Kosten als im Vorjahr und mit der Entlastung des operativen Ergebnisses von der defizitären Coperion habe Georg Fischer dennoch gute Chancen, 2003 auch bei anhaltend tiefen Volumen ein ansprechendes Resultat zu erwirtschaften.
Die Analysten der Zürcher Kantonalbank erachten das Margenverbesserungspotenzial bei einer Wiederbelebung der Industrienachfrage als überproportional hoch und empfehlen, die Aktie von Georg Fischer überzugewichten.
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