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Analysen - DAX 100
03.12.2002
HeidelbergCement untergewichten
Helaba Trust

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Die Analysten von Helaba Trust bewerten die HeidelbergCement-Aktie (WKN 604700) mit "untergewichten".

HeidelbergCement-Aktionäre seien heute von einer Reuters-Meldung überrascht worden, wonach dem Unternehmen aus dem laufenden Kartellprozess bezüglich unerlaubter Preisabsprachen in Deutschland eine Strafe in Höhe von 400 Mio. Euro drohe. Die Nachrichtenagentur beziehe sich auf Angaben aus Branchenkreisen. Das Unternehmen selbst dementiere. Es läge noch nicht einmal eine schriftliche Beschuldigung vor, geschweige denn ein Bußgeldbescheid. Erforderlichenfalls würden Rechtsmittel eingelegt. Tatsächlich scheine sich der Abschluss des Verfahrens zu verzögern. Nachdem bisher von Ende 2002 die Rede gewesen sei, ziele das Bundeskartellamt jetzt auf Anfang 2003.

Das genannte Strafmaß überrasche insofern, als der größte deutsche Zementhersteller, Dyckerhoff, lediglich von rund 100 Mio. Euro ausgehe und diese Summe bereits per 30. September zurückgestellt habe. HeidelbergCement habe dagegen noch keine Vorsorge getroffen. Sollten in 2003 tatsächlich 400 Mio. Euro zu leisten sein, ginge das gesamte Jahresergebnis flöten (rund 4 Euro je Aktie).

Gemessen an der Volatilität der Aktie wäre dies aber mehr ein psychologisches als ein Wertvernichtungs-Problem. Schließlich handele es sich um ein singuläres Ereignis ohne messbare Folgewirkung. So habe sich beispielsweise das Kursziel von 40 Euro auf 36 Euro ermäßigt. Genau da notiere inzwischen die Aktie. Großes Risikopotential bestehe somit aus heutiger Sicht nicht mehr. Die Chancen seien aber ebenfalls momentan sehr begrenzt.

Die Analysten von Helaba Trust bleiben daher vorerst bei der Untergewichtung von HeidelbergCement.



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