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Analysen - Ausland
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23.07.2013
Optionsscheine auf Microsoft - Investmentidee
Bank Vontobel Europe AG
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www.optionsscheinecheck.de
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München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel ist die Microsoft-Aktie (ISIN US5949181045/ WKN 870747) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.
Als Bill Gates im Jahre 1975 gemeinsam mit Paul Allen das Unternehmen Microsoft gegründet habe, habe er nicht erahnen können, dass er eines Tages das größte Softwareunternehmen weltweit leiten würde. Mit über 94.000 Mitarbeitern zähle der Konzern schon seit längerer Zeit als Marktführer von Standardsoftware, was vor allem dem Betriebssystem Windows zu verdanken sei. Weitere Geschäftsbereiche würden sich auf Server & Tools, Online Services, Microsoft Business sowie Entertainment & Devices belaufen. Nun stelle sich dem IT-Giganten aber eine neue Herausforderung, denn die klassischen Computer mit vorinstalliertem Windows würden an Popularität verlieren.
Letzte Woche seien die Quartals- und Jahreszahlen von Microsoft veröffentlicht worden, worauf Investoren enttäuscht reagiert hätten. Dabei habe im Vergleich zum Vorjahr der Umsatz um knapp 6% auf ca. USD 77,85 Milliarden verbessert werden können und der Jahresgewinn sei sogar um 29% auf USD 21,86 Milliarden gestiegen.
Es könnte nun die Frage aufkommen, weshalb Investoren trotz dieser Kennzahlen enttäuscht reagiert hätten. Die Antwort stecke möglicherweise in den hohen Erwartungen der Analysten, die nicht erfüllt worden seien. Besonders das letzte Quartal habe sie enttäuscht. So sei mit einem Gewinn je Aktie von 75 Cents gerechnet worden, welcher sich nach Konzernangaben jedoch nur auf 59 Cents belaufe. Laut "Der Aktionär" habe ein Analyst sogar von der größten Enttäuschung aller Zeiten gesprochen.
Doch auch Sorgen um die Zukunft könnten Grund für die Baisse sein. Da viele Laptops und Desktop Computer bereits vor Verkauf mit der Betriebssoftware Windows und dem Programm Office ausgestattet würden, profitiere Microsoft von deren Absatz. Doch nun könnten Smartphones und Tablet PC's zunehmend an Bedeutung gewinnen, da sie als Substitut für Laptops gesehen werden könnten.
Im Zeitalter der Mobilität würde Wert darauf gelegt werden, jederzeit von überall erreichbar zu sein, was Laptops, die im Vergleich viel wiegen würden und eine kurze Akkulaufzeit hätten, in den Schatten stelle. Bestätigt werde dies von Amy Hood, CFO bei Microsoft, die von einem Einbruch der PC-Verkäufe an Private um 20% von April bis Juni gesprochen habe.
Um den Wandel der Zeit nicht zu verpassen, habe Konzern-Chef Steve Ballmer letztes Jahr das Tablet Microsoft Surface vorgestellt, was zum Hoffnungsträger werden sollte. Mittlerweile habe sich das Gerät, welches Apple und Google Tablets das Wasser reichen sollte, zu einem Flop entpuppt. 900 Millionen Dollar habe aufgrund mangelnder Nachfrage und den dadurch hohen Lagerbestand abgeschrieben werden müssen.
Auch das neueste Betriebssystem, Windows 8, überzeuge die Nutzer nicht. Ballmer habe deshalb letzte Woche zugesichert, den Konzern zu reorganisieren, sodass der wichtige Markt der Tablet-PC's und Smartphones intensiver in der Konzernstrategie verankert werde. Ob seine Visionen von revolutionären Veränderungen geprägt sein und an jene von Gründer Bill Gates anknüpfen würden, bleibe noch offen.
Einen Vorteil habe Ballmer allerdings: Volle Geschäftskassen. Mit liquiden Mitteln in Höhe von etwa USD 77 Milliarden könnten innovative Unternehmen akquiriert werden, die zur Erschließung neuer Geschäftsfelder beitragen würden. So sei im März MetricsHub erworben worden, ein Startup, welches Microsofts Lage in dem wachsenden Markt für Cloud-Computing verbessern solle.
Bei einem aktuellen Kurs von 32,01 USD würden derzeit 16 Analysten bei Bloomberg die Microsoft-Aktie mit "kaufen" und 24 Analysten mit "halten" bewerten. Drei der Analysten setze Microsoft auf "verkaufen". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liege bei 35,21 USD.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel ein Long Turbo-Optionsschein Open End (ISIN DE000VT8BCG5/ WKN VT8BCG) auf die Aktie von Microsoft. Er sei mit einem Basispreis / Knock-Out-Barriere von 28,08 USD / 28,08 USD ausgestattet. Der Hebel liege bei 7,90. Der aktuelle Kaufpreis betrage 3,06 EUR.
Eine Investmentidee sei zudem ein Short Mini Future Open End (ISIN DE000VT99310/ WKN VT9931) auf die Aktie von Microsoft. Dieser sei mit einem Basispreis von 35,99 USD ausgestattet. Die Stop-Loss-Barriere belaufe sich auf 34,20 USD. Der Hebel liege bei 7,95. Der aktuelle Kaufpreis betrage 3,06 EUR.
Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von Microsoft von vielen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft. Darüber hinaus seien internationale Engagements stets vielseitigen Risiken wie Währungsrisiken oder etwa regulatorischen Risiken ausgesetzt, welche kurz- und langfristig zu negativen Effekten führen und sich negativ auf den Aktienkurs und somit auf die sich darauf beziehenden strukturierten Produkte auswirken könnten.
Es sei zu beachten, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen würden. Die Produkte seien nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall sei ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin drohe dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten zudem beachten, dass es sich bei Turbo-Optionsscheinen und Mini-Futures um besonders risikoreiche Instrumente der Geldanlage handle. (23.07.2013/oc/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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