|
Analysen - Ausland
|
19.07.2013
Call-Optionsschein auf Starbucks - Investmentidee
Bank Vontobel Europe AG
|
www.optionsscheinecheck.de
|
München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel ist die Starbucks-Aktie (ISIN US8552441094/ WKN 884437) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.
Starbucks Corp. habe sich längst als weltweites Schwergewicht der Einzelhandelsbranche etabliert. Die Kaffeehäuser des US-amerikanischen Unternehmens würden das Stadtbild in New York und Tokio ebenso wie in Paris oder Istanbul prägen. Derzeit habe der Konzern nahezu 19.000 Geschäfte und beschäftige etwa 115.000 Mitarbeiter weltweit: Tendenz steigend. Nach Unternehmensangaben solle die Anzahl der Filialen im laufenden Geschäftsjahr zweistellig wachsen.
Bei Kunden punkte Starbucks mit innovativen Kaffeegetränken wie dem Caramel Frappuccino, Iced Kakao-Cappuccino oder Chai Tea Latte. In kleinen Leseecken, auf der Couch oder im Sessel könnten sich die Gäste entspannen und ihren Kaffee genießen. Das Unternehmen vertraue dabei rund um den Globus auf die gleiche Produktpalette. Der Erfolg scheine dem Café-Giganten Recht zu geben.
Zwischen Januar und März habe Starbucks einen Gesamtumsatz von 360 Mrd. EUR gemacht, elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig sei der Gewinn um 26% auf 390 Mrd. EUR gestiegen. Am kommenden Donnerstag veröffentliche der Konzern seine Zahlen für das abgelaufene Quartal. Aktionären könnte dieser Tag also Aufschluss darüber geben, ob der Kaffeebar-Pionier seine Kursrally auch in den kommenden Monaten fortsetzen könnte oder nicht.
Inzwischen beschränke sich Starbucks längst nicht mehr nur auf Kaffee und Kuchen. Das Unternehmen habe jüngst immer wieder durch einen signifikanten Ausbau seiner Angebotspalette auf sich aufmerksam gemacht. Die Akquisitionen des Teehändlers Teavana und des Fruchtsaftherstellers Evolution Fresh seien nur zwei Beispiele für diesen Trend.
In den USA habe Starbucks kürzlich in einigen Geschäften den Verkauf von Softdrinks gestartet. Möglich, dass die neuen Getränke auch über lokale oder nationale Grenzen hinweg eingeführt würden, sollten die Produkte den Geschmack der Kunden treffen. In der Folge könnte sich der Wettbewerb zwischen McDonald's und Starbucks weiter verstärken. Seitdem der Fast-Food-Anbieter mit McCafé auch im Kaffeesegment aktiv sei, würden die beiden US-Riesen zunehmend um den gleichen Kundenstamm kämpfen.
Aus der Testphase heraus - so berichte der Aktionär - sei das Starbucks Corner Café. Dabei handle es sich um Selbstbedienungstheken, die der Konzern in Büroräumen aufstelle. Die Automaten seien seit November vergangenen Jahres sehr erfolgreich an 15 Standorten in der Schweiz getestet worden. Man habe während des Testzeitraums insgesamt über 100.000 Getränke verkauft. Nun solle das Corner Café europaweit eingeführt werden. Den Anfang würden unter anderem Deutschland, Frankreich und die Niederlande machen, so die Autoren weiter.
Starbucks profitiere aktuell von der Tatsache, dass zuletzt immer mehr Kaffee auf den Weltmarkt gelangt sei. Die Ursache dafür liege neben guten Ernten auch in den Bewegungen der brasilianischen Währung, schreibe Bloomberg. Genau diese Entwicklung zeige aber auch, wie groß die Risiken seien, denen Starbucks in Bezug auf Kaffeepreise und Wechselkurse ausgesetzt sei.
Bei einem aktuellen Kurs von 68,48 EUR würden derzeit 25 Analysten bei Bloomberg die Starbucks-Aktie mit "kaufen" und sechs Analysten mit "halten" bewerten. Einer der Analysten setze Starbucks auf "verkaufen". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liege bei 71,54 EUR.
Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Call-Optionsschein (ISIN DE000VT9MAC3/ WKN VT9MAC) auf die Aktie von Starbucks. Er sei mit einem Basispreis von 76,00 USD ausgestattet. Der Hebel liege bei 5,37. Das Bezugsverhältnis belaufe sich auf 10 : 1. Bewertungstag sei der 19.12.2014. Der aktuelle Kaufpreis betrage 0,39 EUR.
Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses von Starbucks von vielen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft. Darüber hinaus seien internationale Engagements stets vielseitigen Risiken wie Währungsrisiken oder etwa regulatorischen Risiken ausgesetzt, welche kurz- und langfristig zu negativen Effekten führen und sich negativ auf den Aktienkurs und somit auf die sich darauf beziehenden strukturierten Produkte auswirken könnten.
Es sei zu beachten, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen würden. Die Produkte seien nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall sei ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin drohe dem Anleger ein Geldverlust. Anleger sollten zudem beachten, dass es sich bei Optionsscheinen um besonders risikoreiche Instrumente der Vermögensanlage handle. (19.07.2013/oc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|