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Analysen - DAX 100
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02.12.2002
Sixt akkumulieren
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Die Experten von "Oberbayerischer Börsenbrief" stufen die Aktie der Sixt AG (WKN 723132) mit "akkumulieren" ein.
Über den Erwartungen der Experten hätten die am Freitag veröffentlichten Zahlen der Sixt AG gelegen. Dem Mobilitätsdienstleister sei es in den ersten neun Monaten 2002 gelungen, den Konzerngewinn vor Steuern (EBT) gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum von 25,9 Mio. Euro um 22,1% auf 31,7 Mio. Euro zu steigern. Im dritten Quartal sei das EBT gegenüber dem Vorjahresquartal von 13,1 Mio. Euro um 17,6% auf 15,4 Mio. Euro gestiegen. Unter dem Vorjahr habe dagegen der operative Konzernumsatz aus Autovermietung, Leasing und e-Commerce (ohne Fahrzeugverkäufe) gelegen, der per Ende September 655,3 Mio. Euro betragen habe (-3,7%).
Der gesamte Konzernumsatz habe nach neun Monaten 1,59 Mrd. Euro (minus 7,4%) erreicht. Mit diesen Eckdaten befinde sich der Sixt-Konzern nach neun Monaten voll im Plan. Im Geschäftsbereich Autovermietung habe sich die Entwicklung der Vermieterlöse im dritten Quartal deutlich belebt (plus 6,3% gegenüber dem Vorjahresquartal). Nach neun Monaten liege der Vermietumsatz mit 480,5 Mio. Euro nur noch um 5,3% unter Vorjahresniveau. Mit einem KGV für 2003 von rund 10 halte man die Aktie für attraktiv bewertet und sehe weiteres Kurspotenzial.
Nach einer V-Formation Anfang Oktober, durch die sich die Aktie von Sixt von ihrem Jahrestief bei 6,50 Euro merklich habe erholen können, tendiere der MDAX-Titel während der vergangenen fünf Wochen seitwärts. Eine solide Unterstützung bilde dabei der 38-Tage-Durchschnitt, der unterhalb des Konsolidierungstiefs verlaufe. Kein Signal liefere momentan der RSI, der sich zuletzt seitwärts bewegt habe und mit rund 45 Punkten nach wie vor im neutralen Bereich notiere. Die Fast Stochastik präsentiere sich anhaltend schwach und befinde sich akt. deutlich im überverkauften Bereich. Ein Kaufsignal ergebe sich aus charttechnischer Sicht beim Ausbruch über das Konsolidierungshoch bei 10,20 Euro.
Nach den soliden Quartalszahlen rechne man mit einer Fortsetzung des erfolgreichen Geschäftsverlaufs. Zuversichtlich stimme dabei die von Sixt bestätigte Prognosen für das Gesamtjahr 2002. Vorausgesetzt, dass keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten würden, werde bei einem gegenüber dem Vorjahr in etwa konstanten Konzernumsatz eine Steigerung des EBT um rund 15% erwartet. Für 2003 rechne der Vorstand im Falle einer leichten Belebung der Konjunktur in Europa und bei keiner weiteren Verschlechterung des Gebrauchtwagenmarktes mit einer Steigerungen von rund 5% beim Konzernumsatz und von mehr als 10% beim EBT. Sixt sei ein günstig bewertetes Unternehmen, das aufgrund seiner soliden Wachstumsraten eine attraktive Depotbeimischung darstelle.
Daher empfehlen die Experten von "Oberbayerischer Börsenbrief" die Aktie der Sixt AG zu akkumulieren.
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