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Analysen - Ausland
29.11.2002
Boehler Uddeholm neutral
Erste Bank

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Die Analysten von Erste Bank nehmen für die Aktie von Boehler Uddeholm (WKN 894577) ein Downgrade von "kaufen" auf "neutral" vor.

Die zuletzt für die ersten neun Monate bekannt gegebenen Geschäftszahlen hätten im Rahmen der Erwartungen der Analysten gelegen, jedoch unter den Zahlen der Vergleichsperiode des Vorjahres. Bei einem um -5,9% reduziertem Umsatz auf EUR 1.085,4 Mio. hätte ein EBIT von EUR 72,5 Mio. erzielt werden können. Verantwortlich für diesen Rückgang würden sich vor allem die anhaltend schwachen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigen, die zurückhaltende Investitionsbereitschaft und der anhaltende Lagerabbau in der Industrie.

Wenngleich das Unternehmen die EBIT-Marge über dem Branchendurchschnitt hätte halten können, so seien die Auswirkungen des zunehmenden Preisdrucks sowie eine geringere Produktionsauslastung nicht zu verhindern gewesen. Ein verbessertes Working-Capital-Management in Verbindung mit verringerten CAPEX hätten eine Steigerung im Free-Cash-Flow ermöglicht, der einerseits zur Verringerung der kurzfristigen Verbindlichkeiten, andererseits für das Aktienrückkaufprogramm verwendet worden sei. Um den anhaltend schwierigen Marktbedingungen im vierten Quartal 2002 etwas entgegen wirken zu können, plane das Management - welches ein Gesamt-EBIT-Ziel von 100 Mio. EUR für 2002 verfolgen würde - Kostensenkungsmaßnahmen und Personalanpassungen fortzusetzen, Investitionen zu reduzieren und Marketingprogramme auszubauen.

Eine höher als erwartete Steuerrate (38% anstatt von 33%) werde das Ergebnis unerwartet belasten. Da erst in der zweiten Jahreshälfte 2003 mit einem leichten Aufschwung im Spezialstahlbereich gerechnet werden könne, sei für die ersten sechs Monate in 2003 mit einem Anhalten des Preisdrucks und einer schwächeren Nachfrage zu rechnen. Da in 2003 auch keine Verlustvorträge verrechnet werden könnten, gehe das Management von einer höheren Steuerrate (34%) aus.

Infolge dieses schwächeren Ausblicks würden die Analysen ihre zu optimistischen Umsatz- und Ergebniszahlen für 2002 und 2003 korrigieren, wobei ihre Gewinnschätzungen je Aktie für 2002 bzw. 2003 nun bei EUR 3,94 (EUR 4,84) bzw. bei EUR 4,56 (5,77) liegen würden. Auf Basis eines EV/EBITDA-Verhätnisses für 2003 - nach der Gewinnanpassung - werde BUAG derzeit bei 4,2x gehandelt, was im Vergleich zur Konkurrenz auf eine faire Bewertung hinweise. Aufgrund der anhaltend schwierigen Marktsituation würden die Analysten auch in den kommenden Monaten mit keinem nennenswerten Aufwärtspotenzial für die Aktie rechnen.

Die Analysten von Erste Bank korrigieren ihre Empfehlung für die Aktie von Boehler Uddeholm von "kaufen" auf "neutral".



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