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Analysen - DAX 100
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29.11.2002
Fraport "underperform"
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Erste Bank bewerten die Fraport-Aktie (WKN 577330) mit "underperform".
Im Rahmen eines Vergleichs europäischer Flughäfen habe man diese Woche die Erstanalyse zu Fraport, der Betreiberin des Frankfurter Flughafens, veröffentlicht. Gemessen am Passagieraufkommen sei Frankfurt der zweitgrößte Flughafen Europas, siebentgrößter weltweit und wichtigstes Drehkreuz der Lufthansa. Die aggressive Expansionspolitik der Fraport sollte auch das zukünftige Wachstum am Standort Frankfurt sichern. Frankfurt habe ferner ein unausgeschöpftes Potenzial im kommerziellen Bereich. Der Haken sei jedoch, dass der Expansionsplan noch vor einigen Hürden stehe. Eine Verzögerung oder gar ein Scheitern der Expansionspläne würde sich negativ auf die Wettbewerbsposition Frankfurts auswirken und das Wachstum limitieren.
Die at-equity konsolidierten Unternehmen wiesen in Summe einen negativen Ergebnisbeitrag auf. In Bezug auf ihre Auslandstätigkeiten habe Fraport eine hohe Risikoposition in Manila, die im Falle einer Insolvenz der PIATCO zu hohen negativen Ergebnisauswirkungen im Jahr 2002 führen könne. Die Risikoposition habe am 1.8.2002 378,9 Mio. US-Dollar betragen. Auf Basis der DCF-Bewertung erhalte man im Basisszenario einen Wert von 21,6 Euro je Aktie. Bei einer statischen Multiples-Analyse sei Fraport mit einem Abschlag zur Peer-Group bewertet. Man erachte diese Unterbewertung vor dem Hintergrund einer möglichen Insolvenz der PIATCO und der Unsicherheit rund um das bevorstehende Expansionsprogramm für gerechtfertigt.
Als Kursziel sehe man derzeit 20,1 Euro als realistisch, das sich aus dem DCF-Basiswert von 21,6 Euro abzüglich der möglichen Forderungsverluste bzw. sonstigen Kosten aus dem Manila Projekt (PIATCO) von 1,5 Euro/Aktie ergebe.
Aufgrund dieser Unsicherheitsfaktoren und des limitierten Aufwärtspotenzials stufen die Analysten der Erste Bank die Fraport-Aktie in der Erstanalyse mit "underperform" ein.
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