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Analysen - Ausland
25.11.2002
KPN spekulativer Kauf
EURO am Sonntag

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Den Wertpapierexperten von "EURO am Sonntag" zufolge ist die KPN-Aktie (WKN 890963) ein spekulativer Kauf.

Dem Sanierer Ad Scheepbouwer sei es binnen eines Jahres gelungen, den Schuldenberg von KPN von 22,3 Mrd. auf unter 13 Mrd. Euro zu verringern. Zu diesem Zweck habe er Geschäftsbereiche und Beteiligungen verkauft, Stellen abgebaut und Gehälter eingefroren. Der niederländische Titel sei an der Börse wieder geschätzt und habe seit Januar um 10% zulegen können.

Kürzlich habe der Konzern erstmals seit zwei Jahren wieder einen Quartalsgewinn gemeldet. Bei 3,06 Mrd. Euro Umsatz habe es einen Überschuss von 68 Mio. gegeben. Im Gesamtjahr solle der Bruttogewinn um mindestens 18% wachsen.

Sheepbouwer wolle auch die Mobilfunktochter KPN Mobile wieder auf Vordermann bringen. Zu diesem Zweck sollten 14 Mio. Euro Schulden bei der Mutter durch die Ausgabe von 7 Mrd. neuen KPN-Mobile-Aktien in Eigenkapital umgewandelt werden. Gemäß Lukas Daalder, Analyst von Oyens & Van Eeghen sei KPN Mobile ohne Schulden für eine mögliche Fusion in Deutschland, etwa mit O2, attraktiv. Zudem werde mit dem niederländischen Staat (Anteil an KPN 34%) über Steuervergünstigungen in Höhe von 400 Mio. Euro jährlich verhandelt.

Am Mittwoch sei bekannt geworden, dass die japanische NTT DoCoMo, die 15% an KPN Mobile halte, keine der neuen Aktien kaufen werde. Somit kontrolliere KPN nach der Schulden-Umwandlung über 95% des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft, was nach Meinung von JP Morgan die Chancen einer raschen Sanierung erhöhe.

Spekulativ orientierten Anlegern empfehlen die Experten von "EURO am Sonntag" die Aktie zu kaufen.



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