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Analysen - Nebenwerte
25.11.2002
Solar-Fabrik nur wenig Lichtblicke
Öko Invest

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Den Aktienexperten von "Öko Invest" zufolge gibt es bei der Solar-Fabrik-Aktie (WKN 661471) derzeit nur wenige Lichtblicke.

Mitte November habe das Unternehmen die Kennzahlen für die ersten 9 Monate veröffentlicht. Demnach habe der Konzernumsatz 16,9 Mio. Euro betragen und der EBIT-Verlust habe sich auf 2,7 Mio. Euro belaufen. Das Konzernergebnis sei auf ein Minus von 4,9 Mio. Euro gefallen.

Begründet werde das schwache 3. Quartal mit "kundenseitigen, nicht von der Solar-Fabrik AG zu vertretenden, Verzögerungen bei der Realisierung von Großaufträgen". Selbst wenn die reduzierte Prognose von rund 7,0 Mio. Euro Umsatz im 4. Quartal eingehalten werden könne, ergebe sich für das Gesamtjahr ein Umsatz von weniger als 24 Mio. Euro.

Dies sei weit von den beim IPO im Juli 2002 genannten Zahlen entfernt. Der Konsortialführer Consors Capital Bank AG, der in seiner IPO-Studie auf einen fairen Wert von 9,50 bis 11,00 Euro für die Aktie gekommen sei, habe für das Gesamtjahr 2002 - nach 28,5 Mio. Euro im Jahr 2001 - mit einem Umsatz von rund 40 Mio. Euro sowie einem leicht positiven EBIT gerechnet. Statt einem Umsatzplus von 40% werde es jedoch nun einen Rückgang von voraussichtlich mind. 16% geben. Auch die Zahlen für 2003, die ein EBIT von 3,2 Mio. Euro bei einem Umsatz von 56 Mio. Euro vorsähen, seien Makulatur.

Bei einem Kurs von unter 2,50 Euro sei die Solar-Fabrik mit weniger als 13,5 Mio. Euro, also kaum mehr als einem halben Jahresumsatz, bewertet. Zwar hätten die Experten den Titel bei der IPO-Analyse nicht zur unteren Bookbuildinggrenze von 8 Euro empfohlen und seien auch von geringeren Wachstumsraten als in der Unternehmensprognose ausgegangen, aber dass sich binnen weiniger Monate eine solche Differenz zwischen Plan und Realität ergebe, habe wohl kaum jemand erwartet. Auch hätten die Experten das Rückschlagpotenzial (auf 4 Euro) unterschätzt.

Für das Unternehmen werde es nicht leicht werden, dass Vertrauen der Anleger wiederzuerlangen, auch wenn die Altaktionäre aufgrund der 1-jährigen Behaltefrist in Bezug auf den Ausgabepreis ebenfalls erheblich im Minus lägen.

Lichtblicke für die Solar-Fabrik gibt es derzeit nur wenige, so die Experten von "Öko Invest". Demnach habe sich nach der Wiederwahl der rot-grünen Regierung im September der Auftragseingang im Oktober 2002 erhöht. Zudem habe das Management als eine der ersten Maßnahmen für ein positives Jahresergebnis 2003 u.a. die Vermeidung von Überkapazitäten und zu hohen Lagerbeständen angeführt.



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