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Analysen - Ausland
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22.11.2002
Telekom Austria kaufen
Erste Bank
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Erste Bank bewerten die Telekom Austria-Aktie (WKN 588811) mit "kaufen".
Die TA habe diese Woche solide Geschäftszahlen für die ersten neun Monate bekannt gegeben. Bei einem flachen Umsatzzuwachs von 0,4% auf 2,9 Mrd. Euro sei ein Nettoergebnis von 112 Mio. Euro gegenüber 16,1 Mio. Euro im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres erwirtschaftet worden. Das EBITDA sei um 4% auf 1,2 Mrd. Euro gestiegen. Im Festnetzbereich sei der Umsatz im 1.-3. Quartal/02 - bedingt durch niedrigere Marktvolumina und niedrigeren Preisen der günstigen TikTak Tarife - um 9% auf 1,5 Mrd. Euro zurück gegangen. Verstärkte Marketingaktivitäten hätten einen Marktanteilsgewinn von 0,3% auf 55,6% sowie einen Umsatzzuwachs von 1,2% auf 504 Mio. Euro im 3. Quartal/02 gegenüber dem 2. Quartal/02 ermöglicht.
Das EBITDA habe in den ersten neun Monaten einen Rückgang von 9,5% auf 626 Mio. Euro verzeichnet. Dieser sei jedoch auf das außergewöhnlich hohe EBITDA im 3. Quartal/01 zurückzuführen. Die Personalkürzungen lägen mit 1.600 für das Gesamtjahr über Plan. Der Bereich Mobilkommunikation habe mit einem Wachstum im 1. Quartal-3/02 von 11,4% auf 1,4 Mrd. Euro abermals wesentlich zum Gesamtumsatz beigetragen. Den stärksten Beitrag liefere traditionell das 3. Quartal bedingt durch die starke Geschäftsentwicklung in den Sommermonaten. Eine Verbesserung der Erträge in Österreich sowie starkes Ertragswachstum international (VIPnet Kroatien, Si.mobil Slovenien) hätten in den ersten neun Monaten einen Zuwachs im EBITDA von 20% auf 556 Mio. Euro ermöglicht.
Die Weihnachtssaison sowie neue Konkurrenz ließen höhere Akquirierungskosten im 4. Quartal/02 erwarten. Der Bereich Datenkommunikation hingegen habe bei einem Umsatzrückgang von 1,2% auf 235,7 Mio. Euro eine EBITDA-Steigerung von 5,4% auf 35,8 Mio. Euro verzeichnet. Für mittel- bis langfristige Investments favorisiere man Unternehmen mit einem vergleichsweise geringem EV/EBITDA sowie einem niedrigen Verschuldung/EBITDA-Verhältnis. Telekom Austria zeige sich gegenüber der europäischen Konkurrenz auf EV/EBITDA-Basis günstig bewertet und lasse aufgrund eingeleiteter Kostensenkungsmaßnahmen sowie der starken Mobilkom weitere EBITDA-Zuwächse erwarten. Trotz des Erwerbs des 25%-Anteils der Mobilkom von der Telecom Italia um 693 Mio. Euro zeige sich das Nettoverschuldung/EBITDA-Verhältnis für 2002 mit 2,2x als vorteilhaft.
Die Analysten der Erste Bank bekräftigen ihre Kauf-Empfehlung für Telekom Austria.
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