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Analysen - DAX 100
21.11.2002
Salzgitter akkumulieren
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Die Experten von "Oberbayerischer Börsenbrief" stufen die Aktie der Salzgitter AG (WKN 620200) mit "akkumulieren" ein.

Im Rahmen der Erwartungen hätten die gestern veröffentlichten Zahlen von Salzgitter gelegen. Trotz des allgemein schwachen Konjunkturverlaufs sei es dem Salzgitter-Konzern gelungen, das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2002 mit zufriedenstellendem Gewinn abzuschließen. Der konsolidierte Außenumsatz des Konzerns habe in den ersten drei Quartalen 3,5 Mrd. Euro betragen und sei somit um 4% höher als im Vorjahreszeitraum gewesen. Der Gewinn vor Steuern sei in dritten Quartal um 18 Mio. Euro auf kumuliert 68 Mio. Euro gestiegen (9 Monate 2001: 125 Mio. Euro). Der Unternehmensbereich Stahl habe mit einem Gesamtumsatz von 1,4 Mrd. Euro und 1,1 Mrd. Euro Beitrag zum Außenumsatz des Konzerns das Niveau des Vergleichszeitraums aus 2001 eingestellt.

Vom zweiten zum dritten Quartal sei ein positiver Ergebnisswing von 14 Mio. Euro erzielt worden, der zu 1,2 Mio. Euro Gewinn vor Steuern geführt habe (aufgelaufenes Ergebnis 9 Monate 2002: -25 Mio. Euro; 9 Monate 2001: 41 Mio. Euro). Der Außenumsatz des Unternehmensbereichs Röhren sei mit 859 Mio. Euro um 19% höher als im Vorjahr gewesen (9 Monate 2001: 723 Mio. Euro). Der Unternehmensbereich Handel habe mit einem Außenumsatz von 1,3 Mrd. Euro den Wert des Vorjahreszeitraums erreicht. Mit einem KGV von unter 5 für 2003 halte man die Aktie für äußerst günstig bewertet und sehe deutliches Aufholpotenzial.

Nach einer leichten Erholung von den Jahrestiefsständen Mitte des vergangenen Monats sei die Aktie von Salzgitter in den letzten Wochen erneut unter Druck gekommen und habe damit ihren Abwärtstrend fortgesetzt. Wichtig sei nun aus charttechnischer Sicht, dass das Jahrestief bei 6,50 Euro nicht mehr nachhaltig nach unten durchschnitten werde. Als signifikanter Widerstand und obere Begrenzungslinie des Abwärtskanals fungiere der 38-Tage-Durchschnitt. Eine Trendumkehr und damit verbunden ein charttechnisches Einstiegssignal ergebe sich somit erst, wenn ein nachhaltiger Ausbruch über diese Widerstandslinie gelinge. Ein positives Signal liefere dagegen schon jetzt der RSI der den überverkauften Bereich habe verlassen können und dabei die 30-Punkte-Linie nach oben geschnitten habe. Auch die Stochastik zeige sich wieder deutlich erholt.

Belastet werde die Unternehmensentwicklung von der erneuten Abkühlung der Weltkonjunktur in der zweiten Jahreshälfte in Verbindung mit bereits absehbaren zusätzlichen Belastungen für die inländische Gesamtwirtschaft, die die Salzgitter AG zu einer vorsichtigen Einschätzung des Ergebnisverlaufs in den kommenden Monaten veranlasse: Während sich die derzeitig stabile Situation bei Flachstahl fortentwickeln dürfte, gebe die schwache Investitionsneigung der Industrie und der öffentlichen Hand, verbunden mit einem harten Wettbewerb, Anlass zu einer zurückhaltenderen Einschätzung der kurzfristigen Perspektiven für andere Produkte des Konzerns.

Man gehe allerdings dennoch davon aus, dass Salzgitter im Gesamtjahr 2002 einen Gewinn vor Steuern in der Größenordnung des bisher erreichten Ergebnisses erzielen werde. Die Salzgitter AG sei eine günstig bewertete Aktie, die sich besonders für den langfristigen Anleger zur Depotbeimischung eigne. Charttechnisch orientierte Anleger würden mit dem Einstieg warten bis der 38-Tage-Durchschnitt nach oben durchbrochen werde und sich damit eine Trendumkehr abzeichne.

Die Experten von "Oberbayerischer Börsenbrief" bewerten die Aktie der Salzgitter AG mit "akkumulieren".



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