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Analysen - Marktberichte
11.01.2013
Ungarischer Aktienmarkt: Jahresplus von nur 7%
Raiffeisen Capital Management

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Wien (www.aktiencheck.de) - Die ungarische Wirtschaft kann sich der Entwicklung in der Region nicht entziehen und ist weiterhin unter Druck, so die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".

Im 3. Quartal sei die Wirtschaftsleistung sogar etwas stärker geschrumpft als von den Experten geschätzt. Auch für das 1. Quartal 2013 zeichne sich derzeit noch keine echte Besserung ab. Ungarn bleibe von einer Erholung der europäischen Konjunktur abhängig, da die Inlandsinvestitionen sehr wahrscheinlich weiter zurückgehen würden. Das sei nicht zuletzt ein Ergebnis der Regierungspolitik der letzten Jahre. Die Regierung habe gegen Jahresende ein drittes Sparprogramm beschlossen, das unter anderem den Energiesektor und die Banken abermals belasten werde.

Ähnlich wie andere Notenbanken der Region habe auch Ungarns Zentralbank den Leitzins gesenkt, obwohl die Inflation mit einem Anstieg um 5,2% gegenüber dem Vorjahr weiterhin deutlich über ihrem Zielkorridor liege. Ein Abkommen zwischen Ungarn und dem IWF über Finanzhilfen werde immer unwahrscheinlicher. Angesichts der aktuell niedrigen Kapitalmarktzinsen gehe Ungarns Regierung offenkundig davon aus, sich auch ohne externe Hilfe refinanzieren zu können. Das könnte sich allerdings auch als ein gefährlicher Trugschluss erweisen.

Der Ungarische Forint (HUF) sei im Dezember die schwächste Währung der Region gewesen, ungarische Anleihen entwickelten sich seitwärts. Der ungarische BUX-Aktienindex (ISIN XC0009655090/ WKN 965509) habe im Dezember gegen den weltweiten Trend leicht nachgegeben und für das Gesamtjahr ein im internationalen Vergleich sehr bescheidenes Plus von gerade einmal 7% verzeichnet. (Ausgabe Januar 2013) (11.01.2013/ac/a/m)


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