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Analysen - Ausland
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08.01.2013
Air France-KLM-Aktie: Das Unternehmen strebt nach mehr
Frankfurter Tagesdienst
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten die Aktie von Air France-KLM (ISIN FR0000031122/ WKN 855111) weiterhin zu kaufen.
Der Wettbewerb am Himmel sei auch im letzten Jahr von höchster Intensität geprägt gewesen. Viele Fluggesellschaften würden am Limit oder sogar darüber operieren. Der Konsolidierungsprozess, der in den letzten Jahren seinen Auftakt genommen habe, werde sich fortsetzen. Die Gerüchte, wonach das Unternehmen die Fühler nach dem italienischen Konkurrent Alitalia ausstrecke, würden da gut ins Bild passen. Die Unternehmensführung meine es ernst. Man möchte zu den großen Sternen am Himmel der Fluggesellschaften zählen. In der jüngeren Vergangenheit habe man gute Arbeit geleistet, was ebenfalls an der Kursentwicklung abzulesen sei. 2012 habe sich der Aktienwert fast verdoppelt.
Alitalia gehöre zu den Fluglinien, denen es im letzten Jahrzehnt nicht sonderlich gut ergangen sei. 2008 sei man in die Insolvenz gerutscht und später von dem Investment-Konsortium CAI übernommen worden. Über den Berg sei man noch immer nicht. Im dritten Quartal sei es zwar gelungen, einen kleinen Gewinn in Höhe von 27 Mio. Euro zu erreichen, für die vorangegangenen sechs Monate stünden jedoch rote Zahlen in der Bilanz. Das größte Problem bleibe die hohe Verschuldung. Zum September 2012 hätten sich die Verbindlichkeiten auf 923 Mio. Euro summiert. Zum Abschluss des H1/2012 seien es noch 60 Mio. Euro weniger gewesen.
Air France-KLM lasse sich davon jedoch nicht abschrecken, das Selbstbewusstsein sei groß, und man rechne damit, die Probleme des Konkurrenten in den Griff zu bekommen. Dem Vernehmen nach möchte man CAI eine Kaufofferte unterbreiten, die um ein Fünftel über der Summe liege, die CAI 2008 auf dem Tisch gelegt habe. Lege man dieses Niveau zugrunde, lande man bei einem zu erwartenden Kaufpreis von rund 1,2 Mrd. Euro.
Es wäre schon der zweite Anlauf, den Air France unternehme, sich Alitalia unter den Nagel zu reißen. Bereits vor fünf Jahren habe man der italienischen Regierung einen Angebot unterbreitet, als dieses Interesse bekundet habe, sich von den im Staatsbesitz befindlichen Anteilsscheinen zu trennen. Seinerzeit habe sich die Begeisterung in Italien jedoch in sehr engen Grenzen gehalten. Insbesondere die Gewerkschaften hätten sich mit aller Kraft gegen die Übernahmepläne gestemmt. Diesmal stünden die Chancen gut und Air France-KLM könnte seine Wettbewerbsposition verbessern. Das Wertpapier dürfte auch dieses Jahr eine überdurchschnittliche Kursentwicklung hinnehmen.
Die Air France-KLM-Aktie ist auch auf dem aktuellen Kursniveau noch ein Kauf, so die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst". Das Stopp-Loss-Limit sollte bei 6,80 Euro platziert werden. (Ausgabe 1 vom 07.01.2013) (08.01.2013/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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