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News - DAX 100
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20.12.2012
Deutsche Telekom-Aktie: Konzernchef Obermann tritt Ende 2013 zurück
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Bonn (www.aktiencheck.de) - Die Deutsche Telekom AG (ISIN DE0005557508/ WKN 555750) meldete am Donnerstag, dass ihr Vorstandvorsitzender René Obermann den Aufsichtsrat gebeten hat, zum 31. Dezember 2013 seinen Anstellungsvertrag aufzulösen und die Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden aufzuheben. Der Aufsichtsrat hat dieser Bitte in seiner Sitzung heute entsprochen
Zum Zeitpunkt sagte René Obermann: "Wir haben in den vergangenen Jahren Lösungen für die wesentlichen Baustellen gefunden. Die Deutsche Telekom hat heute das beste Netz, den besten Kundenservice der Branche und gewinnt Kunden mit innovativen Produkten. Als Arbeitgeber haben wir Impulse für die kulturelle Vielfalt gegeben, die weit über das Unternehmen hinaus Anerkennung und Nachahmung finden. Darüber hinaus haben wir den Wertewandel im Unternehmen vorangetrieben: Die Telekom ist heute durch eine Kultur der Offenheit und des fairen Miteinander geprägt. Und finanziell steht das Unternehmen auf soliden Füßen. Kurz gesagt: Jetzt ist ein geeigneter Zeitpunkt, um die Staffelübergabe vorzubereiten und einen geordneten Übergang sicherzustellen. Diesen will ich im nächsten Jahr zusammen mit Tim Höttges gestalten."
Den Angaben zufolge möchte Obermann nach 16 Jahren Tätigkeit für die Deutsche Telekom, davon dann sieben Jahre an der Spitze des Unternehmens und elf Jahre Zugehörigkeit zum Vorstand, wieder näher ans operative Geschäft rücken, als dass für den Vorstandsvorsitzenden eines Großkonzerns möglich ist und noch stärker unternehmerisch geprägte Aufgaben übernehmen: "Ich will wieder mehr Zeit für Kunden, Produktentwicklung und Technik haben."
Sein Nachfolger soll am 1. Januar 2014 Timotheus Höttges werden: "Die Nachfolge ist aus meiner Sicht in den besten Händen. Ich kann mir keinen Besseren vorstellen als ihn, um die gute Entwicklung der letzten Jahre fortzuschreiben", so Obermann. Höttges ist seit dem Jahr 2000 bei der Deutschen Telekom. Bei deren deutscher Mobilfunktochter war er zunächst Finanzgeschäftsführer, später übernahm er den Vorsitz der Geschäftsführung, bevor er 2004 Vertriebs- und Servicechef für die europäischen Mobilfunkaktivitäten der Deutschen Telekom wurde. Im Dezember 2006 wurde er Konzernvorstand für das deutsche Festnetzgeschäft. In dieser Zeit gelang es ihm, die Marktanteilsverluste im DSL-Geschäft zu stoppen, den Service zu verbessern und die Markenvielfalt zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Am 1. März 2009 folgte der Wechsel an die Spitze des Finanzressorts des Konzerns. In dieser Funktion hat er an allen wichtigen Portfoliomaßnahmen federführend mitgewirkt, hieß es.
Die Aktie der Deutschen Telekom notiert zurzeit mit einem Plus von 0,26 Prozent bei 8,60 Euro. (20.12.2012/ac/n/d)
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