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News - DAX 100
20.12.2012
RWE-Aktie: Straffung von Unternehmensstruktur in Tschechien
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Essen (www.aktiencheck.de) - Der Energieversorger RWE AG (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) meldete am Mittwoch, dass er er einen wichtigen Schritt bei der Konsolidierung ihrer Geschäftstätigkeiten in der Tschechischen Republik unternommen hat.

Den Angaben zufolge wird der Konzern dort zwei separate Geschäftseinheiten für den Vertrieb und die Gasverteilung schaffen. Dies ist das zentrale Element der Reorganisation der RWE-Tochtergesellschaften auf dem tschechischen Markt. Die neue Struktur sieht eigenständige Einheiten für Vertrieb, Netz und Erzeugung sowie für das Speichergeschäft im Eigentum und unter der Führung von RWE Ceská Republika vor.

RWE hat dazu eine Vereinbarung getroffen mit einer Gruppe von Fonds, die von Macquarie verwaltet werden, darunter der "Macquarie European Infrastructure Fund 4" (MEIF4). Die vereinbarte Transaktion vereinfacht die Eigentumsstruktur der RWE-Aktivitäten in der Tschechischen Republik. Zunächst wird die Gruppe der von Macquarie verwalteten Fonds die derzeitigen Anteile von E.ON, SPP und GDF SUEZ S.A. (ISIN FR0010208488/ WKN A0ER6Q) an den regionalen RWE-Gasunternehmen VCP, SMP und JMP erwerben. Anschließend werden die von Macquarie verwalteten Fonds die erworbenen Minderheitenanteile gegen einen Anteil von ca. 35 Prozent an der RWE Grid Holding eintauschen. RWE Grid Holding bündelt die tschechischen Gasverteilungsaktivitäten von RWE, RWE Gasnet, VCP Net, SMP Net, JMP Net und das Dienstleistungsunternehmen RWE Distribucní služby. Darüber hinaus erhält RWE eine Barzahlung.

Wie der RWE-Konzern gestern separat mitteilte, hat er den Verkauf seines 20-Prozent-Anteils an der norwegischen Öl- und Gasförderlizenz "Edvard Grieg" an die OMV (Norge) AS, eine Tochter des österreichischen Mineralölkonzerns OMV AG (ISIN AT0000743059/ WKN 874341), abgeschlossen. Zuvor hatten das norwegische Ministerium für Erdöl und Energie und das Finanzministerium die Transaktion genehmigt. Die Transaktion tritt rückwirkend zum 1. Januar 2012 in Kraft. RWE erhält einen Kaufpreis in Höhe von ca. 255 Mio. Euro sowie eine Prämienzahlung von bis zu 35 Mio. Euro, die von dem Erreichen bestimmter Projektziele abhängt.

Die Aktie von RWE notiert derzeit mit einem Minus von 0,52 Prozent bei 31,56 Euro. (20.12.2012/ac/n/d)


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