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Analysen - DAX 100
30.11.2012
Siemens-Aktie: Neuer Sanierungsplan für LED-Tochtergesellschaft Osram
National-Bank AG

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Essen (www.aktiencheck.de) - Ekkehard Link, Analyst der National-Bank AG, bewertet die Aktie von Siemens (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) unverändert mit dem Votum "halten".

Siemens stehe vor der Entscheidung, ihre Tochtergesellschaft Osram einem neuerlichen Sanierungsplan zu unterziehen, demzufolge nach vor allem das Auslandsgeschäft gestrafft werden solle. Osram beschäftige ca. 39.000 Mitarbeiter und erziele einen jährlichen Umsatz in Höhe von ca. 5 Mrd. EUR. Die Sanierung solle bis zu 500 Mio. EUR kosten.

Der weltweit zweitgrößte Anbieter von Leuchtmitteln stehe unter äußerst scharfem Wettbewerbsdruck. Vor allem der rapide Preisverfall der Leuchtdioden-Technik (LED) bereite Probleme. Osram sehe sich asiatischen Wettbewerbern gegenüber, die schneller und billiger anbieten würden. Siemens müsste erhebliche Investitionen vornehmen, um Osram mit dieser Entwicklung Schritt halten zu lassen: Nur in zwei von insgesamt drei Dutzend Osram-Werken würden LED-Produkte gefertigt.

Schon jetzt nehme Osram nur die Rangposition drei unter den weltgrößten LED-Herstellern ein. Siemens glaube, mit Osram in dem absehbaren Verdrängungswettbewerb über keine hinreichend starke Position zu verfügen und plane deshalb die Abspaltung der Tochtergesellschaft. Voraussichtlich im Frühjahr des kommenden Jahres sollten die Siemens-Aktionäre den Großteil der Osram-Aktien übereignet bekommen.

Die jetzt beschlossene Sanierung könnte dabei als "Starthilfe" gedacht sein, um der Osram-Abspaltung einen weitgehend unbelasteten Start zu ermöglichen. Die Detailzahlen für Osram sollten in Kürze im Rahmen eines Abspaltungsberichts vorgelegt werden. Dann sollten auch die Zukunftsperspektiven für Osram näher erläutert werden.

Die Analysten der National-Bank AG stufen die Aktie von Siemens weiterhin mit dem Votum "halten" ein. Das Kursziel sehe man bei 70,00 EUR. (Analyse vom 30.11.2012) (30.11.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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