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Analysen - TecDAX
26.11.2012
Evotec-Aktie: Wertsteigerungspotenzial mit signifikant geringerem Risikoprofil
Montega AG

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Hamburg (www.aktiencheck.de) - Dr. Stefan Schröder und Tim Kruse, Analysten der Montega AG, bewerten die Aktie von Evotec (ISIN DE0005664809/ WKN 566480) in einer Ersteinschätzung mit dem Votum "kaufen".

Die Evotec AG habe sich in den vergangenen vier Jahren von einem hoch defizitären Medikamentenentwickler zu einem profitablen und wachstumsstarken Auftragsforschungsunternehmen entwickelt. Kernstück der erfolgreichen Neuausrichtung sei eine deutliche Kostenreduktion bei klinischen Studien durch externe Finanzierung über Pharmapartner sowie der Ausbau des ertragreichen Geschäftes mit leistungsbasierten Forschungsallianzen unter Erfolgs- und Risikobeteiligung gewesen.

In einem hoch fragmentierten Markt für Outsourcing-Dienstleistungen in der Wirkstoffforschung würden die Analysten Evotec dank seiner Qualitäts- und Technologieführerschaft unter den Top-3-Unternehmen im High-End-Segment sehen. Die langen, beständigen Geschäftsbeziehungen mit Weltklasse-Unternehmen seien dabei ein Indiz für hohe Kundenzufriedenheit und Servicequalität.

Evotec profitiere vom anhaltenden Outsourcing-Trend, der durch die stark abnehmende F&E Produktivität und den Kostendruck der Pharmaindustrie angetrieben werde, und dürfte auch in den kommenden Jahren mit zweistelligen Raten das Marktwachstum von 5 bis 10% deutlich übertreffen. Die im Aktionsplan 2016 formulierte Unternehmensstrategie strebe bis spätestens 2016 eine Verdoppelung der Umsatzerlöse durch organisches Wachstum und eine EBIT-Marge von ca. 15% an.

Die Attraktivität der Equity-Story ergebe sich aus einem Mix dreier Geschäftsbereiche - dem soliden Fee-for-Service-Geschäft sowie dem hohen Renditepotenzial aus erfolgsbeteiligten Forschungsallianzen und der Auslizenzierung eigener Medikamentenkandidaten. Die Umsatzanteile der beiden margenstarken Bereiche habe Evotec in wenigen Jahren auf zwei Drittel ausweiten können. Da die klinischen Kosten von Evotecs Partnern getragen würden, stehe dem hohen, langfristigen Upside ein minimales finanzielles Risiko gegenüber.

Evotecs eigene, reife Medikamenten-Pipeline umfasse aktuell vier klinische Entwicklungspartnerschaften in Phase I bis III. Die beiden maßgeblichen Werttreiber seien der Alzheimer-Wirkstoff EVT302 (Phase II) mit einem Umsatzpotenzial von 2 bis 4 Mrd. Euro und das Diabetes-Medikament DiaPep277® (Phase III) mit erwarteten Spitzenumsätzen von über 500 Mio. Euro. Der mit Roche (ISIN CH0012032113/ WKN 851311) verpartnerte Alzheimer-Wirkstoff besetze eine strategische Nische und dürfte nach den herben Rückschlägen führender Wettbewerber in 2012 mit Phase-III-Kandidaten auf ein reges Interesse stoßen. Durch die Übernahme von DeveloGen und die mit Harvard eingegangene Allianz in der Betazellforschung habe Evotec eine der weltweit innovativsten Diabetes-Pipelines aufgebaut.

In ihren Prognosen würden die Analysten Evotec aufgrund der dynamischen Auftragsentwicklung 2013 bis 2016 auf einem höheren Wachstumspfad sehen, mit einem Umsatzplus von 13 bis 15% p.a. allein auf Basis des Service-Geschäftes. Zusammen mit den klinischen Meilensteinen aus der Partnerschaft mit Roche, könnte es 2015 sogar zu einem steilen Plus bei Umsatz und operativem Ergebnis kommen.

Auf Basis einer SOTP-Bewertung würden die Analysten deutliches Kurspotenzial für die Aktie sehen. Die erst kürzlich gemeldete neue Forschungsallianz mit Bayer (ISIN DE000BAY0017/ WKN BAY001), der Lizenzvertrag mit Janssen, Meilensteinzahlungen von Novartis (ISIN CH0012005267/ WKN 904278) und Boehringer Ingelheim sowie die kontinuierliche Akquise von Großaufträgen würden die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells belegen. Hinsichtlich des Timings und der aktuell günstigen Bewertung würden die Analysten den Zeitpunkt für ein Investment für hoch attraktiv halten.

Die Analysten der Montega AG nehmen die Coverage für die Aktie von Evotec mit einem Kursziel von 4,00 Euro und dem Rating "kaufen" auf. (Analyse vom 26.11.2012) (26.11.2012/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.



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