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Analysen - Ausland
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13.11.2002
Alcoa spekulativ interessant
Oldenburgische LB
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www.optionsscheinecheck.de
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Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank halten die Aktie von Alcoa (WKN 850206) für ein interessantes Investment.
Alcoa sei mit rund 26% Marktanteil weltweit der größte Aluminiumproduzent. Als vollständig integriertes Unternehmen könne es seinen Kunden das Leichtmetall in allen Formen anbieten. Sowohl riesige Aluminiumplatten als auch Getränkedosen würden zum Sortiment des US-Unternehmens gehören.
Zu den Hauptabnehmern würden Firmen aus der Automobil-, Luftfahrt-, Bau- und Getränkeindustrie zählen. Dies zeige, dass der Geschäftserfolg von Alcoa stark konjunkturabhängig sei. Die aktuelle Wirtschaftslage könnte also auch Alcoa Probleme bereiten. Zudem hätten die Energiepreise erheblichen Einfluss auf die Kosten des Unternehmens. Der Prozess zur Gewinnung des Rohaluminiums gestalte sich als sehr energieintensiv. Ferner bestehe die Gefahr eines durch China ausgelösten Überangebots an Aluminium.
Dennoch sei das Unternehmen in der letzten Rezession als einziger Aluminiumproduzent profitabel geblieben. Diesen Erfolg würden viele Experten mit dem exzellenten Alcoa-Management begründen. Sinnvolle Akquisitionen und die zügige Integration der neuen Firmen ins Gesamtunternehmen sowie die Durchsetzung von aggressiven Kostensenkungsprogrammen würden die hervorragende Positionierung im Markt sicher stellen. Ein besonderes Augenmerk lege das Unternehmen auf die Entwicklung neuer Technologien, die die Produktivität erhöhen sollten.
Mit der strategischen Beteiligung an der chinesischen Chalco habe Alcoa auch im schnell wachsenden China die Möglichkeit auf Marktveränderungen zu reagieren. Positiv sei auch, dass sich der Aluminium-Trend fortsetze und viele Industrien Aluminium den Alternativ-Werkstoffen Stahl und Kunststoff vorziehen würden. Es werde in Zukunft mit einem durchschnittlichen Marktwachstum für das Leichtmetall von jährlich 3,7% gerechnet.
Die Alcoa-Aktie könnte für spekulative Anleger durchaus interessant sein, so die Analysten der Oldenburgischen Landesbank.
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