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Analysen - DAX 100
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19.11.2012
Klöckner & Co-Aktie: hohes Betriebskapital ist falscher Indikator
UBS
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www.optionsscheinecheck.de
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Zürich (www.aktiencheck.de) - Carsten Riek, Analyst der UBS, stuft die Aktie von Klöckner & Co (ISIN DE000KC01000/ WKN KC0100) von "neutral" auf "sell" zurück.
Klöckner habe im ehemals sehr profitablen Amerika-Geschäft Marktanteile gewonnen. Diese seien aber zu Lasten der Gewinnspannen gegangen und hätten wahrscheinlich zu einer strukturellen Margenabschwächung geführt. Die EBITDA-Prognose für 2013 sei um 30% auf 185 Mio. EUR gesenkt worden. Ein Gewinnwachstum je Aktie werde es daher wohl nicht geben. Die Dividendenschätzungen seien für die beiden kommenden Jahr auf Null gesenkt worden.
Das um die Nettoverschuldung bereinigte Betriebskapital locke Investoren in einen vermeintlich sicheren Hafen, der sich als Wertfalle entpuppen könnte. In einem Umfeld mit einer niedrigeren Nachfrage könnten sich die zuletzt angezogenen Preise als nur vorübergehendes Phänomen erweisen. Im Hinblick auf die kommenden Quartale könnte das Betriebskapital überschätzt werden. Die fortgesetzten Kostensenkungen dürften sich in den kommenden Jahren wohl nicht bemerkbar machen und eher den Weg zu den Kunden finden.
Auf Sicht von zwei Jahren sehe die Klöckner-Aktie teuer aus. Angesichts der Eintrübung der Bedingungen in Amerika und in Europa werde das pessimistische Szenario im Bewertungsmodell nun mit einer Gewichtung von 75% berücksichtigt. Das 12-Monats-Kursziel sinke von 6,90 auf 6,70 EUR.
Die Analysten der UBS empfehlen die Klöckner & Co-Aktie nunmehr zu verkaufen. (Analyse vom 19.11.12) (19.11.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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