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Analysen - Ausland
19.11.2012
BP-Aktie: Vergleich mit dem US-Justizminsterium ein Präzedenzfall?
Credit Suisse

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Zürich (www.aktiencheck.de) - Kim Fustier, Analyst der Credit Suisse, stuft die Aktie von BP (ISIN GB0007980591/ WKN 850517) unverändert mit "outperform" ein und bestätigt das Kursziel von 490,00 GBp.

Durch den Vergleich mit dem US-Justizministerium wegen der Macondo-Vorfälle, der eine Zahlung von 4 Mrd. USD vorsehe, sei BP nun vor strafrechtlichen Vorwürfen geschützt. Mit der Börsenaufsicht sei gleichzeitig eine Einigung über die Zahlung von 525 Mio. USD erzielt worden. Die Rückstellungen würden sich um 3,85 auf rund 42 Mrd. USD erhöhen. Von Bedeutung sei der Umstand, dass die Vergleiche auf Basis einer eingeräumten Fahrlässigkeit beruhen würden und nicht auf grober Fahrlässigkeit.

Auf die anhängigen Zivilklagen könnten keine konkreten Rückschlüsse gezogen werden. Insofern ändere sich an der Unsicherheit nichts. Allerdings könnte der Vergleich als Präzedenzfall dienen. Ohne den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit könnte BP nach dem Clean Water Act für Zahlungen von rund 5 Mrd. USD verantwortlich gemacht werden. Diese Summe liege deutlich unter der bisherigen Schätzung von 16,4 Mrd. USD, die auf dem Vorwurf grober Fahrlässigkeit basiere. Allerdings müsse die nun festgelegte Strafzahlung von 4 Mrd. USD noch hinzu addiert werden. An der kompletten Vorsteuerprognose von 52 Mrd. USD ändere sich nichts.

Vor diesem Hintergrund bestätigen die Analysten der Credit Suisse ihr Votum "outperform" für die Aktie von BP. (Analyse vom 16.11.2012) (19.11.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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