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Analysen - DAX 100
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16.11.2012
Merck-Aktie: Merck plustert sich auf
Frankfurter Tagesdienst
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www.optionsscheinecheck.de
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Detmold (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" empfehlen bei der Aktie von Merck (ISIN DE0006599905/ WKN 659990) das Stopp-Buy-Limit bei 102,20 Euro zu legen.
Die Unternehmensführung habe die Q3-Zahlen präsentiert und zudem einen Ausblick vorgelegt, der von den Investoren gut aufgenommen worden sei. Das Wertpapier sei mit +2% in den Handel gestartet.
LCD sei das Stichwort, das einem ins Auge steche, wenn man sich auf die Suche nach dem Gewinntreiber in der Bilanz mache. Die Technologie komme z. B. in Mobiltelefonen, Laptops und Fernsehgeräten zum Einsatz. Die Nachfrage sei nach wie vor hoch und es gebe keine Anzeichen dafür, dass es auf absehbare Zeit zu einem Einbruch kommen werde.
Das Unternehmen habe in Q3 konzernweit 2,84 Mrd. Euro umgesetzt, was einer Zunahme um 12% gegenüber dem Vorjahresergebnis entspreche. Das EBITDA sei um 16% erhöht worden, mit den gemeldeten 754,2 Mio. Euro bewege man sich über der Konsensschätzung von 740 Mio. Euro. Im Hinblick auf den Nettogewinn habe man mit 185,5 Mio. Euro nicht mehr an das Vorjahresniveau anknüpfen können. Stattdessen habe es einen Rückgang um 17% gegeben, die Konsensschätzung sei somit knapp verfehlt worden.
Einmal mehr sei es die aktuelle Restrukturierung gewesen, die sich im Nettoergebnis negativ niedergeschlagen habe. Bereits seit geraumer Zeit sei die Unternehmensführung darum bemüht, die Pharmaaktivitäten auf Vordermann zu bringen. Teil des Effizienzprogramms sei ein Stellenabbau (rund 1.100 Stellen würden betroffen sein). Die bis jetzt ergriffenen Maßnahmen würden mehr und mehr ihre Wirkung entfalten. Hinzu komme, dass es letztlich gelungen sei, höhere Absatzpreise durchzusetzen, was dem Ergebnis der Pharmasparte deutlichen Auftrieb verliehen habe.
Eine veritable Überraschung habe man mit der Erhöhung der Prognosen für das Gesamtjahr geliefert. Das Unternehmen habe mitgeteilt, dass man inzwischen damit rechne, einen Umsatz in einer Größenordnung von 10,9 bis 11 Mrd. Euro erreichen zu können. Ursprünglich habe man mit nur 10,7 Mrd. Euro gerechnet. Auch das operative Ergebnis werde wahrscheinlich besser ausfallen, als man bislang für möglich gehalten habe. Statt der anvisierten 2,85 bis 2,95 Mrd. Euro rechne man jetzt mit einem Wert im Bereich von 2,90 bis 2,95 Mrd. Euro. Kein ganz großer Wurf, jedoch ein positives Signal, das seine Wirkung nicht verfehlt habe.
Das Papier habe ein sehr gutes Jahr hinter sich. Seit Jahresbeginn habe es sich um knapp 30% verteuern können. Zum ersten Mal seit mehr als fünf Jahren hätten die Investoren wieder dreistellige Notierungen gesehen. Mitte Oktober sei der Aktie der Sprung über die Marke von 100 Euro gelungen. Im Zuge der schwachen Gesamtmarktentwicklung sei sie erneut abgetaucht, ohne jedoch nachhaltig unter Druck zu geraten.
Das Chance/Risiko-Verhältnis ist ansprechend, die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" legen bei der Merck-Aktie ein Stopp-Buy-Limit bei 102,20 Euro in den Markt. (Ausgabe 176 vom 15.11.2012) (16.11.2012/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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