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Analysen - Neuer Markt
12.11.2002
MediGene Entwicklung abwarten
TradeCentre.de

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Die Experten von "TradeCentre.de" sind der Ansicht, dass Investoren die weitere Entwicklung der Aktie von MediGene (WKN 502090) abwarten sollen.

Nach den Worten des Finanzvorstandes Alexander Dexne den Experten gegenüber sei das dritte Quartal des laufenden Jahres "in line" verlaufen. Dem Vernehmen nach habe der bisherige durchschnittliche Cashburn von 3,6 Millionen Euro pro Monat signifikant reduziert werden können. Nach ihren Schätzungen dürften sich die liquiden Mittel in der letzten Periode von rund 65 Millionen auf circa 57 Millionen Euro reduziert haben. Für das Gesamtjahr rechne der CFO unverändert mit einem Verlust von 35 Millionen Euro. Abhängig sei das Ziel jedoch von einer Realisierung eines Meilensteins im Zusammenhang mit Leuprogel. MediGene befinde sich diesbezüglich in Verhandlungen mit einem Vermarktungspartner.

Nach eigenen Angaben seien die Gespräche bereits in einem sehr späten Stadium. Die Zulassung für das Prostata-Medikament in Deutschland erwarte Dexne zur Mitte des nächsten Jahres. Laufe alles nach Plan, sei in 2003 allerdings nicht mit signifikanten Umsatzbeiträgen zu rechnen. Diese erwarte das in Martinsried ansässige Unternehmen erst im Jahr 2004. Das Gesamtpotential für Leuprogel liege in Europa bei circa 50 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr habe das Biotechunternehmen Erlöse von 1,7 Millionen Euro erzielt. Das EBIT habe bei -21,7 Millionen Euro gelegen. Für das Gesamtjahr schätze man die Einnahmen auf 3,5 Millionen Euro.

Der für das Jahr 2005 nach hinten verschobene Break-Even sei abhängig von diversen Deals, die bisher noch nicht unter Dach und Fach seien. So zum Beispiel die erfolgreiche Einführung von Leuprogel und der weiteren Entwicklung von PolyphenonE, ein Medikament gegen Genitalwarzen, welches sich in der dritten klinischen Phase befinde. Die weltweite Vermarktung sei für das Jahr 2004 geplant. Verlaufe alles nach Plan würden die liquiden Mittel ausreichen um die Gewinnzone zu erreichen. Das produktorientierte Unternehmen habe durch den Verlust des einstigen Hoffnungsträgers Etomoxir deutlich an Fantasie verloren, trotz weiteren sechs potentiellen Medikamenten in der Pipeline.

Anleger sollten zunächst die weitere Entwicklung der MediGene-Aktie abwarten, so die Experten von "TradeCentre.de".


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