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News - DAX 100
12.11.2012
EADS-Aktie: Konzern wird laut Medienbericht wegen Schmiergeldzahlungen untersucht
aktiencheck.de

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Leiden (www.aktiencheck.de) - Gegen den Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190/ WKN 938914) ermitteln Presseangaben zufolge Staatsanwaltschaften in ganz Europa wegen Geschäften mit Österreich. Der Vorwurf lautet auf Bestechung und Untreue, Geldwäsche und Betrug.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Samstag berichtete, soll die EADS Deutschland GmbH beim Verkauf von 15 Kampfflugzeugen des Typs Eurofighter Typhoon an das österreichische Heer im vergangenen Jahrzehnt kräftig geschmiert haben. Mindestens 70 Mio. Euro, so der Verdacht der Ermittler, seien auf Umwegen in dunkle Kanäle geflossen. Die Ermittler versuchen, das mutmaßlich korrupte System zu dechiffrieren. Es gibt den Verdacht, dass in Österreich Beamte und vielleicht auch Politiker geschmiert worden sind. Entscheidungsträger jedenfalls.

Laut der Zeitung gibt es beim Vergleich der Listen der Verdächtigen in Österreich und Deutschland Überschneidungen bei den Namen, aber auch Unterschiede. Unter den 13 derzeit von der Münchner Staatsanwaltschaft Beschuldigten sind Lobbyisten, stille Vermittler sowie einige EADS-Leute aus der mittleren Ebene, hieß es.

Die Aktie von EADS notiert derzeit mit einem Minus von 1,79 Prozent bei 25,96 Euro. (12.11.2012/ac/n/d)


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