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Analysen - Ausland
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09.11.2012
AMAG Austria Metall-Aktie: Sehr starker Cashflow im dritten Quartal
Erste Group Research
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www.optionsscheinecheck.de
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Wien (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von Erste Group Research, Franz Hörl, stuft die AMAG Austria Metall-Aktie (ISIN AT00000AMAG3/ WKN A1JFYU) mit dem Rating "akkumulieren" ein.
Wie erwartet hätten die AMAG-Zahlen zum dritten Quartal erneut ein heterogenes Bild der beiden größten Divisionen gezeichnet. Die Division Rolling habe der Konjunktur getrotzt und dank höherer Volumen den Umsatz um 11% (EUR 143 Mio.) und das EBIT um 87% auf EUR 18,6 Mio. gesteigert. Die Division Metal habe zwar ebenfalls an der Kapazitätsgrenze produziert, sich jedoch nicht den deutlich niedrigeren Aluminiumpreisen entziehen können und einen EBIT Einbruch um 72% auf EUR 5,8 Mio. bei 6% niedrigeren Umsätzen verbucht.
Einschränkend sei erwähnt, dass die Vorjahresbasis der Rolling Division aufgrund von außerplanmäßigen Produktionsstillständen geringer gewesen sei. Dies ändere nichts daran, dass die Division heuer auf das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte zusteuere. Insgesamt seien die Umsätze der AMAG Gruppe um 3% auf EUR 205 Mio. gestiegen, aber der operative Gewinn (-20% auf EUR 24,9 Mio.) und das Nettoergebnis (-34% auf EUR 18,4 Mio.) seien rückläufig gewesen.
Die Analysten seien von einem stärkeren Rückgang der Erträge ausgegangen. Der Nettogewinn habe 24% oberhalb ihrer Schätzung gelegen. Ein Highlight sei der starke operative Cashflow von EUR 77,3 Mio. im dritten Quartal gewesen. Trotz der hohen Investitionen in den Kapazitätsausbau der Rolling Division und der Ausschüttung von EUR 1,5 pro Aktie sei die Nettoverschuldung mit EUR 12,8 Mio. stabil auf dem Niveau von Ende 2011 geblieben.
Das Management rechne im Wesentlichen damit, dass sich die Trends der ersten Quartale fortsetzen würden. 2012 werde ein EBITDA von EUR 128 bis 133 Mio. angepeilt. Die derzeitige Schätzung der Analysten laute auf EUR 129 Mio. Angesichts der guten Ergebnisse im dritten Quartal sei jedoch das obere Ende der Guidance eher realistisch.
Für 2013 bremse das Unternehmen die Euphorie aufgrund der konjunkturellen Unsicherheiten und meine, dass die derzeitige Konsensus Schätzung von EUR 144 Mio. EBITDA (die Analysten würden EUR 140 Mio. schätzen) eher optimistisch seien. Die Aktie sei nicht besonders billig, was aber angesichts der hervorragenden mittelfristigen Wachstumsaussichten gerechtfertigt sei.
Die Empfehlung der Analysten von Erste Group Research für die AMAG Austria Metall-Aktie lautet auf "akkumulieren" mit Kursziel 24,40. (Analyse vom 09.11.2012) (09.11.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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