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Analysen - Marktberichte
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09.11.2012
Wall Street: Stimmung nach der Wahl angespannt
LB Baden-Württemberg
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www.optionsscheinecheck.de
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Stuttgart (www.aktiencheck.de) - In der abgelaufenen Woche stand zunächst vor allem die Wahl des US-Präsidenten im Fokus nicht nur der Börsianer, so die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg.
Favorit der Wall Street sei zwar der Herausforderer Mitt Romney gewesen, letztendlich könne die Börse aber auch mit dem wieder gewählten Barack Obama gut leben. Mehr Sorgen bereite den Kapitalmärkten die auch nach diesem Wahldienstag bestehende Spaltung des Kongresses. Im Senat würden weiterhin die Demokraten dominieren, während im Repräsentantenhaus die Republikaner die Oberhand hätten. Dies verspreche schwierige Verhandlungen - vor allem im Hinblick auf die so genannte Fiskalklippe. Ende des Jahres würden zahlreiche Steuervergünstigungen und Konjunkturhilfen auslaufen. Ohne eine Einigung über weitere Hilfen drohe den USA im kommenden Jahr eine Rezession.
So sei die Stimmung an der Wall Street nach der Wahl angespannt gewesen, der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) habe Abschläge hinnehmen müssen. Davon habe sich auch der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) nicht frei machen können, zumal aus der hiesigen Wirtschaft eher Moll-Töne zu vernehmen gewesen seien.
Der Export sei im September um 2,5% gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Und Besserung sei vorläufig nicht in Sicht. Die Auftragseingänge der Industrie - ein guter Indikator für die Wirtschaftsentwicklung der kommenden Monate - seien im September um 3,3% gesunken und hätten damit den stärksten Rückgang seit einem Jahr verzeichnet.
In das gleiche Horn hätten die Unternehmen anlässlich der momentan auf Hochtouren laufenden Quartalsberichtssaison geblasen. Viele Konzerne vor allem aus den Exportbranchen würden von sukzessive schwieriger werdenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berichten. Vor diesem Hintergrund blase der fundamentale Gegenwind dem deutschen Aktienmarkt momentan recht steif ins Gesicht. Große Sprünge nach oben seien daher vorerst nicht sehr wahrscheinlich. (09.11.2012/ac/a/m)
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