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News - DAX 100
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08.11.2012
Siemens-Aktie: Ergebnis aus dem fortgeführten Geschäft leicht rückläufig, milliardenschweres Sparprogramm angekündigt
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München (www.aktiencheck.de) - Der Industriekonzern Siemens AG (ISIN DE0007236101/ WKN 723610) präsentierte am Donnerstag die Geschäftszahlen für das vierte Quartal. Im Anschluss wurde außerdem ein milliardenschweres Sparprogramm angekündigt.
Demnach lag der Umsatz mit 21,70 Mrd. Euro um 7 Prozent über dem Vorjahreswert von 20,29 Mrd. Euro. Das Ergebnis der Summe der Sektoren verringerte sich angesichts hoher Ergebnisbelastungen im Geschäftsbereich Energy auf 2,12 Mrd. Euro, nach 2,43 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis ein leichter Anstieg auf 1,27 Mrd. Euro verzeichnet, nach 1,23 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim Konzernergebnis aus dem fortgeführten Geschäft wurde ein Rückgang auf 1,48 Mrd. Euro verbucht, nach 1,51 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.
"Mit einem starken vierten Quartal haben wir unsere Erwartungen für das Geschäftsjahr 2012 erfüllt und eines der besten Ergebnisse unserer Geschichte erzielt. Nachdem wir in den letzten Jahren unsere Performance gegenüber Wettbewerbern stark verbessert hatten, ist uns das im vergangenen Jahr nicht überall gelungen. Um unsere selbst gesteckten Ziele wieder zu erreichen, haben wir das Unternehmensprogramm "Siemens 2014" gestartet, mit dem wir die Ergebnismarge für die Summe Sektoren auf mindestens 12 Prozent erhöhen wollen. Wir wissen, was zu tun ist und sorgen für eine konsequente Umsetzung der Maßnahmen", erklärte der Vorstandsvorsitzende Peter Löscher.
Im Fiskaljahr 2013 wird der Konzern beginnen, das unternehmensweite Programm "Siemens 2014" umzusetzen. Dieses Programm wird "One Siemens", das Zielsystem zur nachhaltigen Wertsteigerung unterstützen, hieß es. Im ersten Jahr des Programms erwartet der Konzern - auf organischer Basis - ein moderates Wachstum des Auftragseingangs und einen Umsatz, der sich dem im Geschäftsjahr 2012 erreichten Niveau annähern wird. In diesem Zusammenhang geht Siemens davon aus, dass unter der Berücksichtigung der rückwirkenden Anwendung des überarbeiteten IAS 19, ein Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten in einer Bandbreite von 4,5 bis 5,0 Mrd. Euro erreicht wird. Hierin sind Belastungen von insgesamt rund 1,0 Mrd. Euro für programmbezogene Produktivitätsmaßnahmen in den Sektoren enthalten.
In diesem Zusammenhang kündigte Siemens außerdem ein milliardenschweres Sparprogramm an. Wie der Industriekonzern weiter ausführte, will Siemens mit dem über zwei Jahre laufenden Programm gezielt seine Kosten um rund 6 Mrd. Euro senken, die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, schneller und unbürokratischer werden. Die ersten Maßnahmen wurden bereits eingeleitet und werden konsequent umgesetzt. Außerdem soll das Kerngeschäft weiter gestärkt werden.
Mit dieser Zielsetzung übernimmt Siemens für rund 680 Mio. Euro im Sektor Industry die Firma LMS International. Mit über 1.200 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 140 Mio. Euro für die ersten neun Monate des Jahres 2012 (1. Januar bis 30. September) ist LMS Geschäftspartner für etwa 5.000 Unternehmen der Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie anderer Industrien. Außerdem ordnet Siemens sein Wassergeschäft neu. Dieses soll auf die Siemens-Kernkompetenz für Automatisierungs- und Antriebstechnik fokussiert werden, während die Aktivitäten zur Aufbereitung und Behandlung von Wasser und Abwasser zum Verkauf gestellt werden.
Die Aktie von Siemens notierte zuletzt bei 78,85 Euro. (08.11.2012/ac/n/d)
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