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News - DAX 100
07.11.2012
Klöckner-Aktie: Metalldistributeur schreibt Verluste
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Duisburg (www.aktiencheck.de) - Der Metalldistributeur Klöckner & Co SE (ISIN DE000KC01000/ WKN KC0100) ist in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres tief in die roten Zahlen gerutscht.

Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, lag der Umsatz mit 5,76 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 5,36 Mrd. Euro. Beim EBIT wurde ein Verlust von 14 Mio. Euro verzeichnet, nach einem Gewinn von 129 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich wurde beim Konzernergebnis ein Verlust von 76 Mio. Euro verbucht, nach einem Gewinn von 38 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um restrukturierungsbedingte Einmaleffekte wurde ein Verlust von 33 Mio. Euro ausgewiesen. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und die weiter fortschreitende Preiserosion.

Gisbert Rühl, Vorstandsvorsitzender der Klöckner & Co SE: "Auf die angespannte Lage in Europa haben wir erneut frühzeitig reagiert und bereits im September 2011 ein umfassendes Restrukturierungsprogramm aufgelegt. Nicht zuletzt dadurch konnten wir die negativen Auswirkungen der sehr schwachen Stahlkonjunktur frühzeitig mindern. Aktuell haben wir die Maßnahmen abermals erheblich erweitert und den zu erwartenden EBITDA-Beitrag des Programms auf jährlich etwa 150 Mio. Euro gesteigert. Im Gegensatz zu Europa konnten wir im nach wie vor dynamisch wachsenden US-Markt auch durch die abgeschlossene Integration von Macsteel weiter zulegen."

Für das vierte Quartal 2012 erwartet das Unternehmen aufgrund des schwierigen Marktumfelds sowie der saisonal üblichen Verlangsamung der Geschäftsaktivitäten zum Jahresende hin ein EBITDA vor Restrukturierungsaufwendungen in etwa auf dem Niveau des dritten Quartals bei einem deutlich positiven Cashflow. Die sukzessiv höheren Beiträge aus dem Restrukturierungsprogramm werden dazu beitragen, dem durch das konjunkturelle Umfeld gegebenen Margendruck entgegenzuwirken. Aufgrund des rückläufigen Preistrends geht Klöckner & Co davon aus, dass die Kunden ihre Lagerbestände weiter abbauen. Entsprechend rechnet der Konzern damit, dass der Absatz im Schlussquartal gegenüber dem Vorquartal rückläufig sein wird.

Wie es weiter heißt, hat das konzernweite Restrukturierungs- und Optimierungsprogramm seit Programmstart im September 2011 einen EBITDA-Beitrag von 37 Mio. Euro geleistet. Auf Jahresbasis wird für das laufende Fiskaljahr ein Beitrag von über 50 Mio. Euro erwartet. Inklusive der zusätzlich definierten Maßnahmen erwartet der Konzern einen ab 2014 vollständig wirksamen jährlichen EBITDA-Beitrag von etwa 150 Mio. Euro für den Gesamtkonzern. Die Anzahl der Mitarbeiter soll im Zuge dessen um über 1.800 bzw. 16 Prozent und die Zahl der Niederlassungen von 290 auf ca. 230 abgebaut werden.

Insgesamt erwartet Klöckner & Co für das Geschäftsjahr 2012 eine Steigerung des Absatzes um rund 6,5 Prozent und des Umsatzes um rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei einem operativen Ergebnis (EBITDA) vor Restrukturierungsaufwendungen von 130 bis 140 Mio. Euro. Die für die Ausweitung des Restrukturierungsprogramms erforderlichen Aufwendungen werden sich, einschließlich des Rückzugs aus Osteuropa und der bereits angekündigten Restrukturierung in Frankreich, voraussichtlich auf 60 Mio. Euro belaufen, wovon mindestens zwei Drittel noch in diesem Jahr anfallen, hieß es weiter.

Die Aktie von Klöckner & Co notiert derzeit mit einem Plus von 3,99 Prozent bei 7,95 Euro. (07.11.2012/ac/n/d)


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